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Produktinformation

  • Darsteller: Viggo Mortensen, Jason Isaacs, Jodie Whittaker, Mark Strong, Gemma Jones
  • Regisseur(e): Vincente Amorim
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 19. August 2011
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 92 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00503GYKW
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.759 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

GOOD - Das Gute bewahren, wenn das Böse stärker wird

Stell dir vor, du wachst auf und bist ein Nazi. So ergeht es Literaturprofessor John Halder, als er sich eines Tages in SS-Uniform in einem Konzentrationslager wiederfindet. Dabei hatte alles so harmlos angefangen. Nur ein kurzer Aufsatz zum Thema aktive Sterbehilfe, ein kleiner Gefallen für die Parteipropaganda um die prekäre Familiensituation zu erleichtern, ein erster Karriereschub, der Parteieintritt, die Aufnahme in die SS als Lohn für erwiesene Dienste, weiter nach oben auf der Karriereleiter. Irgendwann ist es zu spät, um noch Nein zu sagen. Dabei ist John Halder kein Teufel, sein Abstieg in die Hölle besteht aus vielen kleinen Kompromissen...

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John Halder hat ein Buch geschrieben, in dem er seine persönlichen Erfahrungen verarbeitet mit einer demenzkranken Mutter, und für eine Form humaner Sterbehilfe plädiert. Jetzt hat der Führer sein Buch gelesen und war dem Vernehmen nach angetan. Die SS möchte John als Mitarbeiter gewinnen, Goebbels plant, das Buch zu verfilmen, schöne Frauen stellen ihm nach. John ist kein Parteigänger der Nazis, aber von der Aufmerksamkeit geschmeichelt. Sein jüdischer Freund reagiert entsetzt. Doch vielleicht kann John ihm ja irgendwann helfen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: DVD .

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

58 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matt Damon VINE-PRODUKTTESTER am 2. Oktober 2009
Format: DVD
der Film ist nie in deutschen Kinos angelaufen - was angesichts der Thematik und Besetzung schon erstaunt. An der Qualität kann es auch kaum gelegen haben - vielleicht ist dieser Film zu still? zu wenig reißerisch? Viggo Mortensen spielt einen Literatur-Professor namens Halder in der Zeit des Dritten Reiches. Er ist ein Mann des Geistes, er liebt Proust, er liebt Mahler (immer wieder kehrendes Motiv im Film!) und er hat jüdische Freunde - wie z.B. den Psychonalytiker Maurice Glückstein. Er hat das "Pech" durch einen Roman, den er verfasst hat, die Aufmerksamkeit der Nazis auf sich zu ziehen: Sein Roman handelt davon, dass es "Liebe" sein kann, jemanden umzubringen. Die romantisch gemeinte Botschaft wird von Nazis sofort in ihrem ideologischen Wert (Euthanasie) erkannt. Der wenig politische Professor wird - ohne größere Gewissensbisse - zum intellektuellen Aushängeschild der Nazis.

Viggo Mortensen spielt keineswegs den Bilderbuch-Nazi, wie es das Cover nahelegt. Vielleicht hat man ihn sogar noch nie weicher gesehen als in diesem Film. Er schafft es in grandioser Weise den Nazi-Intellektuellen mit seinen Selbstverstümmelungen, Realitätsverlusten und seiner Empfänglichkeit für Komplimente und Ehren zu verkörpern. Er tut nichts Böses - allerdings auch nichts Gutes - auch wenn ihm, anders als anderen, eine Empfindsamkeit geblieben ist. Gerade hierin liegt m.E. die Qualität des Films: Mortensen ist kein Held, kein Opfer, kein Bestie - er ist einfach ein schrecklich normaler Intellektueller zu Zeiten den Nationalsozialismus, der viel zu spät bereit ist, etwas zu riskieren.

Prof. Halder hört im Film immer wieder Gramophon-verzerrt die Musik Gustav Mahlers. Zum ersten mal live hört er sie im Konzentrationslager auf der Suche nach seinem Freund Maurice. Beklemmender ist die die Welt der Kunst und Ideen selten in die (filmisch vermittelte) Realität eingebrochen.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Aljoscha am 24. Februar 2011
Format: DVD Verifizierter Kauf
Das obrige Zitat steht auf der Hülle des nur im englischen Original erhältlichen Films. Wie wahr.

Johann Halders "Verbrechen" ist, dass er der Versuchung, auch einmal Lob und Anerkennung zu erhalten, nicht wiederstehen konnte.
Der Film beginnt mit einem Blick auf seinen Alltag- kochen, putzen, Kinder bändigen, kranke Mutter versorgen, depressive Frau tolerieren, den Nörgeleien des Schwiegervaters standhalten, an der Uni lehren...ein ganz normales, nerviges Leben in dem das einzige Licht am Horizont in der Gestalt seines Freundes Maurice (Jason Isaacs)erscheint, eines jüdischen Analytikers, der alles tut was Halder verwehrt ist.

Mortensen (Halder) spielt diese Rolle sehr sanft, mit Humor und Demut, jede Geste, jede Bewegung stimmt.
Im Hörsaal erleben wir einen anderen Halder: Er zitiert Proust in fließendem, leidenschaftlichen Französisch, es ist offensichtlich wie sehr er seinen Stoff liebt. Leider ist es der Tag der Bücherverbrennung, und der Dekan informiert ihn, dass Proust nun auf dem Index steht. Ein weiterer Schlag für einen, der schon viel einstecken musste. Wen wundert es da, das er von den Avancen einer Studentin fasziniert ist? Und als die Nazis, denen er eigentlich mit Spott und einer gewissen Verachtung gegenübersteht, seinen Roman über Euthanasie aus Liebe! zur Propaganda nutzen wollen (was sie natürlich gut verpacken und verschleiern), wer kann nicht seine heimliche Genugtuung verstehen? Halder erliegt der Versuchung, langsam, mit Zweifeln und einer sehr nachvollziehbaren Unbeholfenheit.

Endlich ist er Jemand, wird hofiert und beachtet. Maurice und seine zunehmend schwierige Situation sind der einzige Schatten in dieser schönen neuen Welt.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Emma290497 VINE-PRODUKTTESTER am 15. September 2009
Format: DVD
John Halder teaches literature, cares for his ill mother, feeds his depressive piano playing wife, his two children, tries to come to terms with his attraction to one of his students - all the while struggling to meet everybody's expectations, a form of silent desperation - sometimes not so silent, when he hears dance bands playing in his head, reflecting his mood, to a degree his conscience. He finds relief in drunken discussions with his best friend Maurice (Jason Isaacs) - a jew.

This scenario is set before the background of 1930s Germany, where Halder writes a compassionate novel about mercy killing, which attracts the Nazis. They ask Halder to write a paper on mercy death on humanitarian grounds - he complies, to cover the glitch in his CV (he's not a member of the party) becomes an honory member of the SS, leaves his wife, starts a new life - everything turns to the better, except for Maurice.

Halder is slowly drawn into the regime, into the propaganda which weighs heavily against his friendship to Maurice. At a certain point even to a question of survival, on both sides.

The film, like the play by CP Taylor on which is it based, asks a question not easily answered - is Halder a good or a bad man? Is the fact, that he doesn't actively promote the Nazi ideas, that he still does "good", but closes his eyes against the regime make him bad? Does his failure to do anything against the regime, thus "allowing" it to prosper make him guilty?

Halder's eyes open, slowly but at some point with the proverbial "bang" - and yet the question remains. It's a wake up call, not only for Halder but for everybody watching. The topic is as contemporary as it can get. Would you have done anything differently?
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