Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
WHITESNAKE - GOOD TO BE BAD - Die Weiße Schlage rockt wieder, 24. April 2008
Elf Jahre lang brauchte DAVID COVERDALE mit seiner Band WHITESNAKE, bis er sich wieder zu einer Studio-Scheibe durchringen konnte - und er klingt, als wäre er nie weg gewesen. Nach dem eher ruhig gehaltenen RESTLESS HEART (das ohnehin eher als ein DAVID COVERDALE-Solo-Album geplant war, aber aus rechtlichen Gründen dann als WHITESNAKE-Scheibe erschien) rockt die neueste Häutung der britischen Rock-Legende wieder wie zu besten Zeiten.
Soundtechnisch knüpft die Band wieder ganz klar an den Mega-Erfolg "1987" an. Im Prinzip ist GOOD TO BE BAD das Album, das WHITESNAKE bereits vor oder nach SLIP OF THE TONGUE hätte heraus bringen sollen. Der neue Songwriting-Partner DOUG ALDRICH macht einen sehr guten Job, und schneidert Band-Leader COVERDALE knackige Rock-Songs und hymnenhafte Balladen auf den Leib.
So zeigen die beiden Opener BEST YEARS und CAN YOU HEAR THE WIND BLOW direkt, wo es bei GOOD TO BE BAD lang geht - sauber produziert, mit ordentlich Dampf dahinter rockt die Weiße Schlange wieder wie in besten 1987-Zeiten. Auch beim Gitarren-Sound des hervorragend agierenden Duos DOUG ALDRICH und REB BEACH sind deutliche Anklänge an die Zeiten von JOHN SYKES nicht zu überhören (nur als Beispiel mal das Solo in BEST YEARS anhören).
Generell muss man sagen, dass die Band (mit den beiden Neulingen URIAH DUFFY am Bass und Schlagzeuger CHRIS FRAZIER) wunderbar harmoniert. Einzig Keyboarder TIMOTHY DURY scheint irgendwo im Mix versunken zu sein, von ihm hört man so gut wie nichts (außer ein paar sphärische Einsätze im Hintergrund).
Die Anleihen an die bluesigen Zeiten vor dem Mega-Erfolg 1987 (wie in manchen Rezensionen dargestellt) sind eigentlich nur mit viel gutem Willen zu entdecken (etwa bei LAY DOWN YOUR LOVE). Von daher ist GOOD TO BE BAD Anhängern der "alten" WHITESNAKE nur bedingt zu empfehlen, etwa dann, wenn sie auch schon 1987 und SLIP OF THE TONGUE mochten.
Jedoch sind hier und da noch einige leichte Parallelen zum 1993er-Album COVERDALE/PAGE festzustellen, so zum Beispiel bei GOT WHAT YOU NEED und TIL THE END OF TIME. Natürlich ist nichts von dem, was DC und Band hier präsentieren neu oder überraschend, wer das erwartet hatte, der muss sich fragen, ob diese Erwartungen realistisch waren. Wie heißt das schöne Sprichwort? Einem alten Hund (COVERDALE) bringt man keine neuen Tricks (Spielarten) bei.
Anspieltipps für dieses Album sind neben dem Opener BEST YEARS, dem wunderbar griffigen Riff-Monster CAN YOU HEAR THE WIND BLOW und dem lässig dahin groovenden A FOOL IN LOVE noch die wunderschönen Balladen ALL I WANT ALL I NEED und SUMMER RAIN.
Festzustellen bleibt auf jeden Fall, dass GOOD TO BE BAD über ausschließlich hochqualitative Songs verfügt. Kein einziger Song ist ein Reinfall oder aber Füllmaterial. Positiv ist in dieser Hinsicht auch zu Vermerken, dass die vier Appetit-Happen von LIVE IN THE SHADOW OF THE BLUES auf dieser CD NICHT zu finden sind. Da diese aber ebenfalls von ganz hervorragender Qualität sind, lohnt sich auch die Anschaffung dieser Doppel-Live-CD.
Nun hat der Fan wieder die Wahl zwischen der "normalen" Einzel-CD und der preislich leicht teureren Variante, bei der es noch eine Bonus-CD beiliegt: darauf enthalten sind eine wirklich wunderbare Akustik-Version von SUMMER RAIN, zudem der eine Minute 40 Sekunden kürzere Radio-Edit von ALL I WANT ALL I NEED und einer Live-Version von TAKE ME WITH YOU, die jedoch schon auf der Live-CD LIVE IN THE SHADOW OF THE BUES enthalten ist. Zudem gibt es noch das Video zu READY TO ROCK (einem der vier Bonus-Tracks auf der schon mehrfach erwähnten Live-CD). Zudem erhält der Fan im schönen Pappkarton noch ein Poster des Covers, ein postkartengroßes Band-Foto und einen Sticker. Wofür man sich entscheidet ist dabei fast egal, bereuen werden Rock-Fans den Kauf auf jeden Fall nicht.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Good To Be Bad oder Bad To The Bone oder Back To Be Good?, 31. Juli 2008
Nach den Erfolgen der Live-DVD und der Live-CD konnte David Coverdale einfach nicht anders, eine neue Studioplatte musste her, um an alte Erfolge anzuknüpfen. Somit erschien nach jahrelanger Pause im Frühjahr 2008 "Good To Be Bad". Doug Aldrich (ex-Dio) hat das Album mit D.C. zusammen komponiert und produziert. Am Sound ist nichts auszusetzen.
Eins vorweg, "Good To Be Bad" orientiert sich eindeutig mehr an Alben wie "1987" und "Slip Of The Tongue", als an "Loverhunter" und "Ready An` Willing". Doug Aldrich und Rob Beech, die Gitarristen, lassen es richtig krachen. Ein fettes Riff jagt das nächste. Aber eins sollte auch klar sein, an John Sykes kommt Herr Aldrich nicht heran. David C. singt gut, gar keine Frage. Ob hier nachgeholfen wurde, lasse ich dahingestellt. Was mir aber fehlt ist das Feeling der `alten` Whitesnake. Will damit sagen, vieles scheint mir künstlich aufgeblasen. Lassen wir die fetten Riffs weg, fehlt doch ein wenig Substanz. Und die Texte von David sind einfach schlecht. Manchmal glaube ich, er hat nur 20 Worte, die immer wieder anders zusammengefügt werden. Ian Gillan beweist seit Jahrzehnten, dass es auch anders geht.
Das hört sich vielleicht ein wenig negativ an. Das Album macht schon jede Menge Spaß, aber wer Coverdale kauft bekommt auch Coverdale, das ist mal klar. Besonders gut gefallen mir `Best years`, `Can you hear the wind blows`, die beide richtig rocken, das entspannte `All I want, all I need` und der schöne Abschluß mit ``Til the end of time`. 4 Sterne und Bad To the Bone oder doch Back to be good?
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Best Years of their Lives?, 13. Juli 2008
2008 ist sehr ergiebig, was alte Rock-Heroen aus den 70ern und deren neue Werke angeht, mal mehr (Uriah Heep, Judas Priest, Nazareth) und mal weniger (MSG) gelungen. Whitesnake kann man getrost zur ersten Kategorie zählen.
Am Anfang steht wieder die Frage: Klingen Coverdale & Co. anno 2008 eher bluesig wie in den 70ern und frühen 80ern oder metallig wie seit "1987"? Eindeutig zweiteres! Mit Doug Aldrich (u.a. ex-Dio) und Reb Beach sind zwei fähige Gitarristen am Start, die trotz aller Härte und Geschwindigkeit das nötige Feeling rüberbringen, das das Werk zum Genuß macht. DC selbst ist wie guter Wein: Seine Stimme wird mit dem Alter immer besser.
Balladeskes gibts gleich dreimal: "All I Want, All I Need" erinnert dabei an kommerziellere Zeiten, vergleichbar mit der zweiten Version von "Here I Go Again", zum Glück nicht so unsäglich wie die dritte. Schön klingt "Summer Rain" (ist bestimmt angenehmer als ein "November Rain" ;-). Das beste ist aber das etwas an Led Zep erinnernde "'til The End of Time" mit herrlicher akustischer Gitarre.
Die Rock-Knaller überwiegen glücklicherweise, wie der Opener "Best Years", der Titelsong "Good to Be Bad" oder das etwas an AC/DC (saugeiles Riff!) erinnernde "Got What You Need". Mein persönlicher Favorit ist "Lay Down Your Love" mit seinem verschleppten Mittelteil. "A Fool in Love" ist tatsächlich ein waschechter Blues-Song in modernem Gewand, eingeleitet passenderweise von Vinyl-Knistern.
Textlich darf man von David Coverdale keine tiefsinnigen Philosophien erwarten. Was sein Lieblingsthema ist, wissen wir wohl alle. (Originalzitat DC: Wäre ich afrikanischer Abstammung, hätte ich die Band "Blacksnake" genannt.)
Die bluesigen Zeiten wie die mit Jon Lord/Bernie Marsden/Micky Moody sind wohl endgültig vorbei (schade!), aber in dieser Form können die "1987"er Whitesnake gern noch ewig weitermachen. "Good to Be Bad" kommt nicht ganz an "1987" heran, übertrifft aber "Judgement Day" bei weitem.
Die Limited Edition in einer schönen Box enthält neben Poster, Aufkleber und anderem Schnickschnack eine zweite CD mit einer akustischen Version von "Summer Rain" (Gänsehaut), einem Radio-Edit von "All I Want, All I Need" (überflüssig), dem Livesong "Take Me With You" (Kracher!) und einem Videotrack von "Ready to Rock" (muß bei mir irgendwie verloren gegangen sein).
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