Sabatake Gonji no Sadowara, Sohn einer europäischen Mutter und eines japanischen Daimyos, eines Fürsten.
Vom adligen Geblüt, nach japanischen Sitten und Bräuchen erzogen, jedoch ungestüm im Handeln, teils zu überstürzt, sein Mischblut als Grund erkennend, war er gezwungen auszuziehen um sein Schicksal zu erfüllen.
Das Erbe somit verloren, doch bald, so hoffte er, um eine Lebenserkenntnis weiser.
Das ist in etwa die Ausgangslage von Gonji. Man erfährt im Verlauf des ersten (von zunächst 3) Buches, dass seine Reise schon zehn Jahre währt und nun an einem Punkt angelangt ist, an dem Gonji in einem Konflikt in der mystischen Stadt Vedun eine Chance sieht, sein Schicksal zu erfüllen.
Und das ist top erzählt!
Man kann über das Alter dieser Geschichte schmunzeln soviel man will, die Bilder die T.C. Rypel heraufbeschwört wirken ziemlich stark und sind unheimlich gelungen. Er schreibt sehr atmosphärisch und nah am Hauptcharakter. Dies erzeugt z.T. witzige, als auch dramatische Momente, Spannung und Mysterium. So sehr man auch von Gonjis Innenleben erfährt, die Charaktere, welche ihm Begegnen, werden genau so umrissen, wie sie für ihn wirken sollten, mehr als ausreichend. Und das fantastische Element in diesem Buch, Ausdruck findend in Drachen, Vampirinnen, Ogern und Magiern, ist wundervoll in die Geschichte eingearbeitet.
Da die Bilder, die Geschichte, aber z.T. etwas ausschweifend erklärt sind/ist, ist dies ein Buch, dass, trotz seiner relativ geringen Seitenzahl, nicht allzu schnell weggelesen ist wie andere des Genres, nein, man wird hier vielmehr seinen Spaß haben und manchen Satz gern ein zweites Mal lesen.
Das einzige, was wirklich nervt ist, dass es in dieser 1. Auflage doch schon einige Druckfehler gibt. Schade, da war man dann vor Begeisterung darüber, ein so tolles Werk veröffentlichen zu können, anscheinend zu übereifrig.
Doch man kann darüber hinweg sehen, ist doch die Geschichte an sich ein positiv überraschendes Erlebnis, was schon Lust auf den 2ten Band macht.
Eine deutliche Empfehlung für Fantasten, die einen Fremden in ihrer Mitte begrüßen, ihn auf seinem Weg begleiten und bei seinen Kämpfen mitfiebern wollen.