Oh ja, ich bin ein Mann, und ich LIEBE dieses Album und ich höre es tatsächlich auch immer wieder. Es muss nicht immer fetzen und rocken. Dieses Album ist gradezu hypnotisch und lässt den Altagsstress gern vergessen. Sehr überraschend ist "Love is like a violin", beginnt schwebend mit Hall in der Stimme und wendet sich während des Refrains in ein flottes Stück, kaum mit Hall, um dann wieder in die andere Ebene zu wechseln. Poor Man's Moody Blues ist zum Klassiker geworden, auch wenn es etwas an "Nights in white satin" erinnert. Auch zu meinen Lieblingsliedern gehört nach wie vor "Hymn". Es fängt nur mit Gitarrenriffs an, und obwohl es sich eigentlich immer wiederholt, steigert es sich ins Bombastische, da immer mehr Instrumente hinzukommen (von der Technik ähnlich wie bei Ravell's Bolero). Mein Geheimtip ist "Sea of tranquillity", welches glatt eine Filmmusik sein könnte. Dieses Album hat etwas ganz eigenes, und das macht es so einzigartig. Aus den 70ern stammend wurde hier noch auf handgemachte Musik gesetzt, ohne Computergenöle und kreischige E-Gitarren. Die Stimme von Les zieht in Bann wie der Rattenfänger von Hameln... Abslout gelungen auch das Ende von "Spirit On The Water", sämtliche Instrumente werden immer leiser, bis sie ganz weg sind, nur der Chor aus den Stimmen der BJHs bleiben erhalten, was sich sehr genial anhört. Sehr schön (auch wenn sehr kitschig) finde ich auch "Taking me higher", welches sehr gefühlvoll gesungen ist. Auch hier ist das Ende des Songs ganz toll, wenn viele Stimmen zu "Instrumenten" werden. Dass es remastered mit 5 (!!!) Bonetten daherkommt ist wirklich SEHR löblich :-)