Na schön, es stimmt ja:
Diese Fortsetzung reicht nicht an "Assassini" heran.
Aber: Der Plot ist um Einiges besser zu lesen, weniger verwirrend, und seitenmäßig auch dünner angelegt.
Man kann durchaus dabei bleiben und Eines muß man schon sagen: Der Plot ist immer noch um Längen (!!!!) besser als Dan Browns "Diabolus".
Okay, es stimmt: Ben Driskill, den liebgewonnenen Helden aus "Assassini", ist nicht ganz derselbe wie im Vorgänger.
Er agiert nicht mehr so wie von ihm gewohnt oder erwartet,aber er ist wie der Rest der Helden aus "Assassini" ja auch älter geworden...
Ein absoluter Minuspunkt dieses Plots ist auch die kaum wahrnehmbare Präsenz der ehemaligen Schwester Elisabeth; neben Driskill selbst eben jene Garantin für Spannung und Dramatik in "Asdsassini",mit Der man mitfieberte.
Ihre Szenen hier sind auf wenige Dialoge beschränkt,wenn überhaupt,und bezeichnenderweise ist ihre beste Szene in diesem Plot gerade Jene, nach Der wir um ihr Leben bangen müssen.
Das wird auch eher unbefriedigend aufgelöst,für den schwachen Plot würde es keinen Unterschied machen,ob sie überlebt oder nicht und Das will angesichts ihrer nicht wegzudenkenden Präsenz in "Assassini" was heißen!
Leider, kann man nur sagen.
Ich gestehe Gifford zu,das die Erwartungen an eine Fortsetzung hoch sind und es schwer ist,einen ähnlich guten Plot abzuliefern (nmerke ja selbst,wie schwer es ist und schreibe eher als Hobby),Ideen für eine Fortsetzunfg zu finden...
Wirklich Spannung kommt in diesem Buch Giffords eigentlich nie auf, dennoch kann man dabei bleiben und wartet letztlich doch auf die Auflösung.
"Gommorrha",wie das Buch heißt, findet im Buch selbst jedoch nur sehr wenig Erwähnung.
Es gibt durchaus gelungenere Einblicke in die US-Politik und man stelle sich vor, ein ehemaliger republikanischer Präsident wechselt zu den um Längen besseren Demokraten, um dort im Nominierungskampf der Delegierten gegen den amtierenden Präsidenten anzutreten,gegen Den er ja auch ausgerechnet verloren hat!
Das wäre so,als würde Oskar Lafontaine in die SPD zurückkehren oder Helmut Kohl dorthin wechseln.
Etwas weit hergeholt,doch seit Bush jr. wissen wir ja,das in den USA (fast) Alles möglich ist.
Das kommt jedoch erst gegen Mitte des Buches,zuvor ist es ein eigenständiger demokratischer Kandidat,der jedoch dann von eben jenem ehemaligen Republikaner unterstützt wird.
Um die Vorgänge in eben jener Firma dieses demokratischen Gegen-Kandidaten geht es und der Leser soll natürlich mithoffen wie der Präsident,das Driskill dort genug Schmutz findet,das er im Amt bleiben kann und nominiert wird etc.
Driskill handelt jedoch zuerst aus eigenem Antrieb und nicht für seinen Freund,den Präsidenten,da sein Mentor ermordet wurde ebenso wie der Privatdetektiv Dessen.
Die Auflösung ist eher etwas enttäuschend und wenn wir bei Dan Brown sind,erinnert sie aber haargenau an dessen Plots!
Fazit: Kein grottenschlechtes Buch,aber insgesamt eher enttäuschend.