Das digitale La Gomera Kartenwerk von Kompass unterstützt die Nutzer von Garmin GPS-Geräten (ich habe ein einfaches eTrex H) bei der Planung von Wanderungen auf der Insel. Das Benutzerinterface der Software ist einfach und selbsterklärend. Mit einem virtuellen Bleistift kann der gewünschte Wanderweg auf der Karte nachgezeichnet, benannt und in ein Garmin GPS-Gerät hoch- und wieder heruntergeladen werden. Die Software ist so bedienungsfreundlich aufgebaut, dass sie selbst für weniger PC- und GPS-erfahrene Benutzer empfehlenswert ist.
Es passiert einem ja selbst mit einem gedruckten Wanderführer oder einer Papierkarte nicht selten, dass man an der einen oder anderen Weggabelung zweifelt oder den Einstiegspunkt für die Wanderung erst gar nicht findet. Wer die zusätzliche Investition von rund 140 Euro nicht scheut, der wandert mit einem Garmin eTrex H (ca. 90 Euro plus 30 Euro für das PC-Datenkabel) und der La Gomera CD-ROM von Kompass einfach sicherer und kann seine tatsächlichen Wanderungen anschließend mit etwas Geschick sogar in Google Earth anzeigen lassen.
Aufräumen muss ich jedoch mit dem Irrglauben, dass sich das Kartenmaterial IN das Navigationsgerät laden lässt. Hierfür benötigen sie geeignetes Spezialkartenmaterial. Die La Gomera CD-ROM von Kompass liefert ihnen hingegen nur Tracks, die auf der Wanderung die Richtung des nächsten Wegpunktes anzeigen, ähnlich wie bei einem Kompass, aber keine Karten mit ihrer aktuellen Position. Besitzer von Navigationsgeräten anderer Hersteller als Garmin sollten nicht darauf vertrauen, dass sie die Sache schon irgendwie ans Laufen bekommen, denn die Kompass-Lösung ist schon sehr spezifisch.
Meine Meinung: Besitzer von Garmin GPS-Geräten sollten bei dem recht geringen Preis der CD-ROM zuschlagen. Das ist in jedem Fall besser, als sich irgendwo in der Landschaft zu verlaufen. Natürlich sollte eine idealerweise in Farbe ausgedruckte Karte trotzdem mitgeführt werden, die Kompass-Kartensoftware erlaubt solche Ausschnittsausdrucke. Da die ganze Geschichte sehr PC-lastig ist, kommt man außerdem kaum umhin, ein Notebook mit in den Urlaub zu nehmen. Ich finde es schade, dass die markierten Wege nur als .tk-Datei gespeichert werden können, das kann kaum eine andere Software lesen. Laden kann die mitgelieferte Software hingegen auch (die ebenfalls seltenen) .ovl-Dateien.
Kompass bietet die gleiche Softwarelösung auch für zahlreiche andere Wanderziele an.