Scotland-Yard-Inspektor Arnold Long gelingt es, den berüchtigten Mörder und Fälscher Clay Shelton zu fassen. Kurz vor seiner Hinrichtung kündigt Shelton dem Inspektor an, daß er aus seinem Grab zurückkehren und als Galgenhand jeden umbringen werde, der für seinen Tod verantwortlich ist. Insektor Long wettet dagegen, doch bereits wenige Monate nachdem Shelton gehengt wurde, beginnt eine rätselhafte Serie von Unglücksfällen, der Sheltons Richter, Sheltons Staatsanwalt und Sheltons Henker zum Opfer fallen. Nun wird Long doch stutzig, denn nach Sheltons Prophezeiung wird auch er bald sterben müssen. So nimmt er den Jagd nach der Galgenhand auf.
Ein klassischer Edgar-Wallace-Kriminalroman, der recht spannend aufgebaut ist, auf einer guten Grundidee fußt und die eine oder andere interessante Wendung zu bieten hat. Zudem gelingt es Wallace mit Inspektor Long einen wirklichen "Sympathikus" zu skizzieren, der durch seine lockere und zugleich gewitzte Art den Leser schon von der ersten Seite an für sich einnehmen kann. Leider sind die Hintermänner der Mordtaten bereits nach knapp über der Hälfte des Buches deutlich zu erahnen. So bleibt am Ende nur noch wenig Spielraum für wirkliche Überraschungen übrig.
Fazit: Guter Krimi, aber es gibt durchaus noch den einen oder anderen Edgar-Wallace-Krimi, der noch einige Nuancen besser ist. So sind sehr gute 4 Sterne angebracht, aber für einen fünften reicht es dann doch nicht.