Deutschlandradio, 30.4.07
Der Soziologe Thomas Druyen macht sich für einen erweiterten Begriff von Vermögenden stark. Allzu oft werde der Begriff rein materiell gesehen. Es gebe aber durchaus viele Vermögende, die ihr Können und ihren finanziellen Reichtum zum Nutzen der Gesellschaft einsetzten. In diesem Sinne sei auch eine Professionalisierung des Stiftungswesens dringend geboten, sagte Druyen im Deutschlanfunk.
Stern,3.5.07
Böse Reiche, schlechter Reichtum? Alles überholte Klischees, meint Reichtumsforscher Thomas Druyen im Gespräch mit stern-Autor Arno Luik. Denn ohne Reiche, die ihr Geld zurückfließen lassen, kann unsere Gesellschaft die Probleme der Zukunft nicht mehr meistern.
Die Zeit, 26.4.07
Der Soziologe mit einem Lehrstuhl in Münster und Wien erforscht das Denken einer sozialen Minderheit - der vermögenden Menschen.
Hamburger Abendblatt, 2.5.07
Ein Plädoyer für die Menschenfreunde unter den Superreichen.
Kurzbeschreibung
Die Welt der wirklich Vermögenden hat nichts zu tun mit ein paar Popstars und Sportlern, die ihre Millionen mediengerecht verpulvern. Der Soziologe Thomas Druyen forscht schon lange nach den Fakten des materiellen und immateriellen Vermögens. » Goldkinder«ist für ihn ein Plädoyer, diese Werte sinnstiftend und nutzbringend anzuwenden. Druyen erzählt vom Unglück, das ein Lottogewinn bringen kann, von sinnvoll eingesetzten New-Economy-Millionen, von protzigen Neureichen und alten Gelddynastien. Er nennt die Zahlen und kennt die Hintergründe. 100 Milliardäre gibt es in Deutschland, ungefähr 800 weltweit. Manche dieser Superreichen sind Vermögende im besten Sinne: Sie übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft. Durch die Initiative der Bill und Melinda Gates Stiftung für ein Impfprojekt in Armutsgebieten wurde ein Fond mit 28 Milliarden Dollar zusammengebracht. Andere Wohltäter stehen dem kaum nach, die Liste der sozial engagierten Vermögenden ist national und international lang. Wer die Vermögenden sind und was sie motiviert, ist bei steigender finanzieller Macht in privater Hand von höchstem Interesse. Vermögen hat für Thomas Druyen aber nicht nur mit Geld zu tun. Er plädiert für einen Vermögensbegriff, der weit über materiellen Reichtum hinausgeht.
Über den Autor
Thomas Druyen lehrt am Institut für Soziologie der Universität Münster sowie am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin. Er ist Gastprofessor an der Sigmund-Freud-Privatuniversiät in Wien. Als Chefredakteur leitet er das LGT Journal für Vermögenskultur in Berlin.