Dass Goldfrapp ein geniales Duo darstellen und Alison Goldfrapp eine mehr als begnadete Stimme hat, steht schon seit jeher außer Zweifel. Die Frage für mich war nur, wie sie es in einer Live-Show rüberbringen. Da unterschieden sich für mich die beiden Konzerte.
Das Konzert zu Felt Mountain überzeugt mehr als das zu Black Cherry. Die Atmosphäre ist sehr intim, was zum Album auch passt. Alison singt, haucht und fleht sich durch die Lieder und man ist ganz fasziniert von ihrer Performance. Auch die beiden unveröffentlichten Songs Little Death und Sartorius reihen sich lückenlos in die Songs von Felt Mountain ein. Little Death fügt mit seinen leicht orientalisch klingendem Arrangement dem vorhandenen Spektrum von Felt Mountain eine neue Facette hinzu.
Beim Konzert zu Black Cherry sieht dies jedoch anders aus. Zu sehr beißen sich manchmal die Songs von Black Cherry und Felt Mountain, die übergangslos nacheinander gespielt werden. Entweder Neuarrangements, eine bessere Anordnung der Songs oder musikalische Brücken zwischen den Songs hätten der ganzen Sache gut getan. Auch wenn dies nicht ganz geglückt ist, so sind Alison gesanglich und die Band an ihren Instrumenten wie immer eine Bank. Ich schließe mich meinen Vorredner an, denn teilweise wirkt der Gesang wie von der CD.
Die beiden Dokumentationen über die Alben und die Black-Cherry-Tour sind schön anzusehen, auch wenn A Trip To Felt Mountain schon auf der Special Edition von Felt Mountain zu sehen war.
Insgesamt präsentieren sich Goldfrapp auf dieser DVD sehr gut, auch wenn beim zweiten Konzert ein kleiner Wermutstropfen zu verzeichnen ist. Dies sei aber verziehen, denn die beiden Alben unterscheiden sich schon sehr.
Ich hoffe, dass es zur Supernature- und Seventh-Tree-Tour eine ähnliche Doppel-DVD geben wird.