Wer bei Ian Flemings James Bond-Romanen zu viele Ähnlichkeiten mit den gleichnamigen Verfilmungen erwartet, wird enttäuscht werden. Kein Q, keine technischen Spielereien und kein geschüttelter Martini. Flemings James Bond ist eine eher unscheinbarer Mensch und von Berufswegen Killer im Auftrag Ihrer Majestät, der seine Aufträge meist an exotischen Plätzen dieser Welt ausführt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Da Flemings Bond-Romane teilweise mehr als 50 Jahre auf dem Buckel haben, lesen sie sich herrlich altmodisch. Atomwaffen werden bewundert, Frauen sind selten mehr als nur hübsches Beiwerk und der Kommunismus ist die Wurzel allen Übels. Wer interessiert ist am Denken des Establishment während der Hochphase des Kalten Krieges, ist hier genau richtig.