Es handelt sich bei dem Buch "Goldfieber" keineswegs um eine wissenschaftliche Fachpublikation, sondern um einen populärwissenschaftlichen Bericht über vier journalistisch motivierte Expeditionen - nach Afrika, Neuguinea, Kirgisien und Alaska bzw. Canada.
Die Berichterstatter begaben sich dabei auf die Spuren früherer Goldsucher und liefern interessante Eindrücke von den Ländern, die sie besuchten. Der Leser erfährt von den riesigen Goldvorräten des mittelalterlichen Königs Kanga Mussa, von dem Reitervolk der Skythen sowie von einem deutschen Ehepaar, das in Neuguinea lebt, um Gold zu suchen.
Das Kapitel über den Goldrausch Ende des 19. Jahrhunderts am Yukon hat mich persönlich am meisten fasziniert: Ich hätte mir nie träumen lassen, dass viele der alten Goldgräbersiedlungen noch existieren! Sogar alte Raddampfer und verfallene Fördermaschinen kann man dort noch besichtigen. Darüberhinaus habe ich sehr vieles über das Leben damals erfahren; über seine Gefahren und über die Machenschaften des berühmtesten Klondike-Gangsters, Soapy Smith. Dieser Halunke gelangte zu trauriger Berühmtheit durch sein Telegraphenbüro, dessen Leitung nach einigen hundert Metern einfach abbrach...
Insgesamt ein sehr informatives, kurzweilig zu lesendes Buch rund ums Gold.