Bereits vor der Grand Prix Vorentscheidung hatte ich den Song "Golden Key" von "Isgaard" gehört und eigentlich auch darauf gehofft, dass dieser Deutschland in Riga vertreten würde. Doch leider konnte ihr Auftritt nicht den Großteil der Televoter überzeugen.
Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, Isgaard live als "special guest" vor Gregorian in München zu erleben. Hierbei präsentierte sie vier Songs aus ihrem Album "Golden key".
Sicherlich handelte es sich hierbei um die vier besten Songs, bei denen sie ihre glasklare Stimme voll zum Einsatz bringen konnte. Der Album Opener "Anima" besticht durch flottere Rythmen und sofort ins Ohr gehende Melodieführung. Die Coverversion des Michael Jackson Titels "Earth song" darf man mit Sicherheit als äußerst gelungen bezeichnen. "Isgaard" präsentiert hier, eine ihrer Stimme angepassten Version des Klassikers. Eine richtig wohltuend stimmlich passende Coverversion, die um ein Vielfaches besser ist, als sämtliche "Bumm-Bumm-Billig-Dancefloor-Coverversionen", die sich momentan so in den deutschen Charts tummeln. Schade, dass sich ihre Musik momentan leider nicht gegen "Bumm-Bumm-Techno à la Scooter" oder gegen "DSDS-Kasperle Daniel Kübelböck" durchsetzen kann. Musikalisch und vor allem stimmlich wäre Isgaard allen haushoch überlegen.
Höhepunkt des Albums ist sicherlich der mystisch-sphärisch klingende Titeltrack "Golden key", der meines Erachtens ein deutlich besseres Abschneiden beim Grand Prix Vorentscheid verdient gehabt hätte.
Alles in allem ein gelungenes Debutalbum der ausgebildeten Opernsängerin, die in allen Titeln versucht, mit ihrer glasklaren Stimme unterschiedliche Popterrains zu beschreiten.
Warum gebe ich dann nicht fünf Sterne??? Dies hat zwei Gründe. Zum einen müssten sich dann auf dem Album noch mehr Supertitel im Stile von "Golden key", "Earth song" oder "Anima" finden und zum anderen lässt sich die CD wieder einmal nicht auf dem PC abspielen, was mich einfach maßlos ärgert. Ich habe am Arbeitsplatz halt keinen CD-Spieler und würde sie sehr gerne am PC nebenbei hören und dies ist leider nicht möglich.
Ach so: Dass "Isgaard" auch noch bescheiden geblieben ist, davon konnte ich mich bei der anschließenden Autogrammstunde selber überzeugen und mit ihr ein paar Takte reden.
Fazit: Ein gelungenes Debütalbum von einer sympathischen Künstlerin, von der wir hoffentlich noch viel hören werden.