Stellt euch vor: Miami, 1986
Ein armes Bauernmädchen wurde gezwungen, unter einer schattigen Pinie zu leben und konnte sich nur mit Herz, Witz und ihrem Verstand retten. Heute sitzt sie mit drei weiteren Bewohnerinnen in einem Haus, dass eigentlich das ihre sein sollte, kocht und erzählt Geschichten aus ihrer Heimat Sizilien. Jedoch ist eines auffällig: NIEMALS ist sie Käsekuchen!
Ich habe keine Ahnung, was den Charme dieser Serie oder der Heldinnen ausmacht. Ist es die totale Glaubhaftigkeit der Charaktere, die schonungslose Offenlegung aller Fehler und der Umgang damit untereinander oder das genial witzige Drehbuch ... jedenfalls stecken sie voller Leben in einer meist gleichbleibenden Kulisse: Der Küche. Bisher über sechs Staffeln verlassen die Golden Girls kaum das Haus, sitzen auf dem Sofa im Wohnzimmer oder um den Küchentisch und doch kommt einfach keine Langeweile auf. Man kann sie beim Kochen nebenbei genau so anschauen wie bei einem Glas Wein vor dem Fernseher. Mädels, ich liebe Sophia, Dorothee, Blanche und Rose ... ach, würden sie doch in meiner Küche wohnen und müsst ich mir somit nicht alle klugen Lebensweisheiten und Ratschläge mühsam aus den Folgen zusammensuchen.
Thank You For Being a Friend.