...dass ich Enka höre, denn in meinem Bekanntenkreis werde ich gerne als fanatischer Rapfan geschimpft. Wen wunderts auch, wenn ich Rap schon 16 Jahre lang höre und über 500 Platten in meiner Sammlung habe. Auf diese Musik bin ich eigentlich nur durch Lady Snowblood gekommen. Das Lied Flower Of Carnage von Meiko Kaji, welches auch im ersten Teil von Kill Bill zu hören war hatte es mir so dermaßen angetan, dass ich mir von der guten Meiko eine best of CD kaufte. Ich bekam nicht genug von der Musik und wollte mehr davon. So informierte ich mich über Enka im Netz und stieß auf Keiko Fuji, die eine der berühmtesten Enkasängerinnen in den 70ern war. Speziell die 70er haben meiner Meinung nach die beste Enka Musik hervorgebracht. Enka ist japanische Schlager oder auch Volksmusik, hat aber vom Sound her wenig mit dem zu tun was man in Deutschland darunter versteht. Es hört sich eher nach Blues oder Soul mit einer Prise Italo Western á la Ennio Morricone an, und dann diese rauchige Stimme von Keiko erzeugt richtig Gänsehaut. Das hier ist eine Best Of CD aus ihrer Karriere, und man kann sie von vorne bis hinten durchhören, solange man kein Problem mit der japanischen Sprache (vom Klang) hat. Viele meine bekannten Maulen damit rum, warum ich so einen Mist hören würde wenn ich sowieso nichts verstehen kann. Ich argumentiere damit, dass wahre Musikliebhaber (zu denen ich mich zähle) gute Musik fühlen und dadurch schon mehr verstehen, als jemand der meint es zu verstehen. Ein gutes Indiz dafür ist schon der Gänsehauteffekt, den ich was Rapmusik betrifft seit bestimmt 3 Jahren nicht mehr hatte.