Kurzbeschreibung
Pi-hsien Chen - piano Johann Sebastian Bach: Goldbergvariationen BWV 988 recorded at Schalloran Tonstudio, Berlin by Christian Feldgen Aria mit verschiedenen Veränderungen vors Clavicimbal mit zwei Manualen denen Liebhabern zur Gemüths Ergetzung verfertigt von Johann Sebastian Bach steht auf der Titelseite des Erstdrucks, der heute als Goldbergvariationen bezeichneten Komposition. Bach schrieb sie im Auftrag des russischen Gesandten am Dresdner Hof Graf Hermann von Keyserlingk. Klavierstücke von sanftem und etwas munterem Charakter hatte der an Schlaflosigkeit leidende Graf gewünscht. Sein Hauscembalist Johann Theophilus Goldberg sollte sie ihm nachts zur Aufheiterung vorspielen. Bach kam dem Wunsch des Grafen gerne nach und schuf den umfangreichen Zyklus mit dreißig Variationen. Keyserlingk war von der Musik begeistert. Der Thomaskantor kassierte als fürstliches Honorar einen goldenen Becher mit 100 Louisdor. Mit einer Aria vom Typus einer Sarabande, die sich bereits im Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach findet, beginnt und endet das Meisterwerk. Die dazwischen liegenden Variationen basieren, wie bei barocken Variationszyklen häufig, nicht auf der Melodie der Aria, sondern auf ihrem Bass mit den zugehörigen Harmonien. Pi-hsien Chen, geboren in Taiwan, gilt als eine der profiliertesten Interpretinnen alter und neuer Musik. Im Alter von zehn Jahren begann sie ihr Studium an der Kölner Musikhochschule. Sie gewann erste Preise bei internationalen Wettbewerben (ARD, München, Bach-, Washington DC. und den Schönberg-Wettbewerb, Rotterdam). Die kalkulierte Spontaneität ihres Spiels zeichnet sich durch größte Klarheit der Struktur und artikulierte Sanglichkeit der Stimmen aus. Neben ihrer ausgiebigen Konzerttätigkeit leitete Pi-hsien Chen von 1983-2004 eine Klavierklasse an der Kölner Musikhochschule. Seit 2004 lehrt sie an der Musikhochschule Freiburg.
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