Die hervorragende "GOLD"-Reihe hat sich auch Cat Stevens' angenommen und liefert hier einen soliden, konzentrierten Querschnitt durch die Studioaufnahmen seiner Karriere von 1966-2005 ab, chronologisch beginnend bei frühen Hits wie Matthew & Son, Here comes my Baby und The first Cut is the deepest. Da auf beiden CDs noch Platz frei blieb, hätte ich mich gefreut, wenn man von den rund 35 Songs seiner Frühphase bei Deram (1966-1969) ein paar mehr als nur drei ausgesucht hätte, z.B. I love my Dog, I'm gonna get me a Gun, A bad Night, Here comes my Wife, Where are you u.a.
Den Löwenanteil dieser Doppel-CD stellt quantitativ angemessen mit 19 von 32 Songs Cat Stevens' "klassische Phase" von 1970-1972: Mein Lieblingsalbum von Cat Stevens, "Mona Bone Jakon" ('70), kommt zwar leider mit nur 2 Songs zu kurz, dafür gibt's von "Tea for the Tillerman" ('70), "Teaser and the Firecat" ('71) und "Catch Bull at four" ('72) je 5, und mit dem zugänglichsten Stück von "Foreigner" ('73), The Hurt, sowie der 18minütigen (ungekürzten!) Foreigner Suite gleich die Essenz dieses Albums. Schön auch, dass die beiden wichtigsten Songs aus "Harold and Maude", Don't be shy und If you want to sing out sing out, nicht vergessen, sondern gleich chronologisch mit einsortiert wurden.
Aus der zweiten - deutlich schwächeren - Schaffensphase von Cat Stevens in der zweiten Siebziger-Hälfte sind "Buddha and the Chocolate Box" ('74) und "Izitso" ('77) entsprechend schwächer mit je zwei Songs vertreten, "Numbers" ('75) und "Back to Earth" ('78) nur je mit einem, und von "Greatest Hits" ('75) gibt's noch die flotte Single Another Saturday Night.
Im Grunde lässt sich "Cat Stevens GOLD" als eine erweiterte Version seiner vorzüglichen Best of-CD "Remember Cat Stevens - The definitive Collection" (1999) verstehen; als zusätzlichen Kaufanreiz gibt es - nur hier! - noch das sechsminütige Indian Ocean ('05), das sich mit dem Tsunami vom Vorjahr befasst, entstanden etwa um dieselbe Zeit wie sein Comeback-Album "An other Cup" als Yusuf Islam ('06).
Der Begleittext ist recht knapp gehalten; dafür gibt es eine Auflistung aller an den jeweiligen Alben beteiligten Musiker, und der Sound entspricht den hervorragenden Remasters, die seit 1999 erscheinen.
Auch in diesem Falle kann man mit "GOLD" nichts falsch machen (auch wenn sie ein klein wenig üppiger hätte ausfallen dürfen); diese Doppel-CD verspricht einen interessanten und Neugier weckenden Überblick über Cat Stevens' Karriere bis heute.