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Eigentlich ist er für den geistlichen Stand bestimmt, der jüngste von sieben Söhnen der Kaufmannswitwe Barbara Fugger. Doch die Zeiten sind unsicher in jenen letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts, und oft währt das Leben der Menschen nur kurz. So sieht sich Jakob Fugger durch den frühen Tod mehrerer seiner Brüder plötzlich aus der Beschaulichkeit seines Klosterlebens gerissen und muss sich in der rauen Wirklichkeit der Geschäftswelt behaupten. Seit er miterlebt hat, wie sich zu Pfingsten 1473 die Türen der reichen Stadt Augsburg vor Kaiser Friedrich III. und seinem ärmlichen Gefolge geschlossen haben, will Jakob mehr über die Macht des Geldes wissen. So fügt er sich willig der Forderung seiner Familie und beschließt, Kaufmann zu werden, und zwar der beste und erfolgreichste von allen.
Bei Lehr- und Wanderjahren, die ihn von Amsterdam bis Rom und Venedig führen, lernt er die Erfolgsgeheimnisse der venezianischen Kaufleute und Bankiers kennen und durchschaut sehr schnell, wie die Geschäfte mit Politik und Intrigen verwoben sind. Bald beherrscht Jakob Fugger das Spiel mit Geld und Macht wie kein Zweiter. Er verdient am Ablasshandel und wird zum Bankier der Habsburger, deren Sucht nach Glanz und Pracht er mit immer neuen Krediten stillt, während ihn die übereigneten Sicherheiten Zug um Zug zum reichsten Mann seiner Epoche machen. Aber nur wenige kennen die Schatten, die über dem Leben des Jakob Fugger liegen, wissen um die Sehnsucht einer hoffnungslosen Liebe, die ihn verzehrt, um die Risiken, die ihn immer wieder an den Rand des Ruins führen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
kurzweilig, aber,
Von Historienfan "mavolo" (Gröbenzell) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Gold für den Kaiser: Ein Fugger-Roman (Broschiert)
etwas zu sehr nur an der Oberfläche gekratzt. Lt. Klappentext hätte ich doch etwas privatere Einblicke erwartet, aber so dreht sich alles nur um das große Geld und die "liebe" Macht. Die besagte "heimliche Liebe" geht im Aufzählen der Ereignisse unter und hätte auch unerwähnt bleiben können, es wäre nicht aufgefallen.Wer die Büchern von Margarete George - Heinrich VIII./Kleopatra/Maria Stuart liebt (trotz der großen Seitenzahl bereits mehrfach gelesen), sollte hiervon die Finger lassen. Für schnelles Lesen aber durchaus kurzweillig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Armer reicher Mann,
Von
Rezension bezieht sich auf: Gold für den Kaiser. Ein Fugger-Roman (Gebundene Ausgabe)
Unglaublich aber wahr: König Friedrich III. und seinem Gefolge soll in Augsburg im Jahre 1473 kein Einlass gewährt werden, bevor er nicht die alten Schulden beglichen hat. Da erkennt der Vater von Jakob Fugger ("dem Reichen") seine Chance: Er bürgt für Friedrich und sein Gefolge und kleidet die ganze Truppe auch noch von oben bis unten ein! Als Gegenleistung bekommt er ein Wappen vom Kaiser: die Lilie. Fortan darf sich dieser Zweig der Familie "Fugger von der Lilie" nennen. Das bringt sowohl Pflichten als auch Privilegien mit sich. So beginnt der Roman "Gold für den Kaiser" über den sagenhaft reichen Augsburger Kaufmannssohn.Den 14-jährigen Jakob fasziniert schon früh das Spiel mit der Macht. Er erfährt, wie leicht die Herrschenden zu beeinflussen sind und lernt bei seinen Lehr- und Wanderjahren von Amsterdam bis Rom und Venedig, wie die Geschäfte mit Politik und Intrigen verwoben sind. Er verdient am Ablasshandel und wird zum Bankier von Papst und Kaiser. Aber nur wenige wissen, wie hart der mächtige Jacob Fugger um seinen Reichtum kämpfen mußte. Im Laufe seines Lebens hat Fugger mehrfach bankrotte Herrscher unterstützt und schließlich sogar zwei Kaiser bezahlt: Maximilian I., den Sohn von Friedrich und später Maximilians Enkel Karl V., von dem man sagt, dass in seinem Reich nie die Sonne unterging. Meisterlich verzahnt Thomas R.P. Mielke hier Fakten und Fiktion, wenn er Jakob Fugger eine heimliche Liebe mit Catarina Cornaro, der verbannten Königin von Zypern andichtet, die dem reichen, bankrotten Mann einen alles entscheidenden Kredit gewährt. Immerhin: MÖGLICH wäre es ja. Denn irgendwoher muß Fugger dieses Geld bekommen haben ... Fakt wiederum ist es, daß mit der Heirat Fuggers und Sibylle Artzts auch gleich ihr Geliebter Rehlinger Einzug in die Familie hielt. Nach den bekannten Biografien samt ihren Klischees und Vorurteilen zeichnet Mielke in diesem Roman einen Jakob Fugger aus Fleisch und Blut - einen zweifelnden Menschen, dem der Erfolg nicht in die Wiege gelegt war und der neben dem Geld auch noch andere Träume hatte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
FULMINANT!,
Rezension bezieht sich auf: Gold für den Kaiser: Ein Fugger-Roman (Broschiert)
Es erstaunt mich nicht im Mindesten, dass "Gold für den Kaiser" sowohl ein Best- als auch ein Longseller geworden ist. Hervorragende Recherche, gepaart mit fesselnder Fiktion, erzeugt eben einen brillanten Roman.Wortgewaltig entführt uns der Autor in die abenteuerliche Finanzwelt der Fuggerfamilie. Insbesondere lässt er uns am Leben und Wirken Jakob Fuggers teilhaben. LeserIn erlebt dessen rasanten Aufstieg am Hof Maximilian I. mit, erfährt, wie es zu dem sprichwörtlichen Reichtum der Fuggers kam. Erlesener Schreibstil und hohe Empathie des Schriftstellers Thomas R.P. Mielkes lassen uns Raum und Zeit vergessen. Man wähnt sich im Mittelalter, taucht ein in die faszinierende, aber gleichzeitig grausame Epoche, lebt, liebt und leidet mit Jakob, dessen sehnsüchtige Liebe zu Catarina Cornaro unerfüllt bleibt. Wenngleich diese Liebe nirgends in Geschichtsbüchern erwähnt ist, daher vermutlich aus der Phantasie des Autors geboren wurde, verleiht sie doch der hauptsächlich an Geld und Gewinn orientierten Gestalt Jakobs einen anrührenden, menschlichen Touch. Fiktion und Fakten verschmelzen, werden eins. Thomas R.P. Mielke zeichnet Illusion und Wirklichkeit in so lebendigen, endringlichen Bildern, dass die gesamte Handlung wahr zu sein scheint. Es ist ausdrucksstarkes, meisterhaftes Erzählen, das einen großen Schriftsteller auszeichnet, jene Gabe, LeserIn völlig in den Bann des geschriebenen Textes zu ziehen. Thomas R.P. besitzt diese Gabe, und ich verspreche nicht zu viel, wenn ich das Werk "Gold für den Kaiser" jedem historisch Interessierten ans Herz legen möchte. Man wird auf seine Kosten kommen und den grandiosen Roman nicht aus der Hand legen mögen, bevor das letzte Wort die Gehirnzellen erreicht hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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