Zu aller erst will ich sagen, hätte mir im Oktober 2000 jemand gesagt, dass es 10 1/2 Jahre dauern wird, bis der rechtmäßige Nachfolger zu "Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavoured Water" erscheint, ich hätte ihn für verrück erklärt!
Nun hier ist es also, das von mir persönlich, meist erwartete Album der letzten Jahre und nach mehr als 10 Durchläufen bin ich der Meinung, dass Limp Bizkit ihre Spur wiedergefunden haben, denn "Gold Cobra" klingt wie eine Mischung aus den ersten drei Alben der Band.
Außendem muss ich sagen, dass die Platte deutlich meine Meinung, welche ich schon seit damals habe, bewahrheitet nämlich, dass die Band ohne Wes Borland nicht funktioniert, damit will ich nicht sagen, dass die anderen Bandmitglieder nichts hinbekommen, aber die Band als ganzes ist ohne ihn einfach nicht auf dem selben Level, wobei "Gold Cobra" mehr als jede andere Platte offenlegt, welche instrumentalen Fähigkeiten in der Truppe stecken.
Dazu sind die Texte von Fred gewohnt sehr trashig, wer die Band also voher schon gehasst hat, der wird sie nach dem Hören der LP noch mehr hassen. Fred Durst meinte dazu kürzlich in einem Interview, dass man bewusst erst gar nicht versucht hat, die Musik irgendwie erwachsen klingen zu lassen, weil das was auf der Platte zu hören sein sollte, so klingen sollte, dass es die "Ideale" der Band perfekt vertritt.
So jetzt aber genug um den heißen Brei herumgeredet, kommen wir zum Album, es beginnt mit einem, meiner Meinung nach, ziemlich langatmigen Intro und leitet dann zu "Bring It Back" und hier gleich die erste Überaschung, wer immer schonmal wissen wollte wie sich Limp Bizkit mit einem slayerartigen Riffing anhört, hat hier die gelegenheit dazu, alles in allem solider Track aber nichts besonderes.
Die darauf folgende erste Single namens "Gold Cobra" knallt dagegen umso mehr, hier sind alle Trademarks der Band enhalten und der Song ist ein gewaltiger Ohrwurm!
Um jetzt hier nicht den Rahmen zu sprengen sage ich nur soviel, dass die Songs "Shark Attack", "Get A Life", "Shotgun" und "Douche Bag" jedem Limp Bizkit Fan der ersten drei Alben gefallen müssen, weil sie einfach all das enthalten wofür die Jungs in ihrer Hochzeit standen. Besonders "Get A Life" ist eine Homage an "Three Dollar Bill Y'all $" und mit seinen Screamparts einfach einer der besten Songs des ganzen Albums.
Zu "Douche Bag" ist zu sagen, dass Limp Bizkit hier einen "Hot Dog" Nachfolger abliefern, der einfach nach vorn geht und dazu mit 68 den bisherigen "F*ck Record" der Band in einem Song bricht.
"Walking Away" war ja voher schon bekannt und ist, meiner Meinung nach, schon jetzt ein Klassiker der Band. Der Song baut sich immer weiter auf und mündet in einem ersklassigen Gitarrensolo, welches Gänsehaut verspricht.
Danach geht es mit "Loser" weiter, hier ist zu sagen das "Results May Vary" wohl so hätte klingen können, wäre Wes an der Gitarre gewesen. Mit "Autotunage" schießen Limp Bizkit dann kommplett den Vogel ab, allein die Idee, Nu Metal auf Autotune, ist einfach nur geil und ein Ohrwurm der Song.
"90.2.10" und "Why Try" sind dann wieder zwei typische Limp Bizkit Stücke, wobei letzterer seine Livequalitäten letztes Jahr schon unter Beweis gestellt hat und jetzt, komplett fertig gemixed, einfach nur sagenhaft klingt.
Der letzte Song der Standart Edition heißt "Killer In You" und weist das beste Riffing der Platte auf, allerdings hätte man sich bei der Prouktion mehr auf die Gitarre konzentrieren sollen und verschenkt hier Potenzial.
Zu der Songs der Deluxe Edition ist zu sagen, dass "My Own Cobain" & Angles" mit ihren balladesken Songstrukturen sehr gut gefallen, weil sie zusätliche Abwechslung ins Album bringen. Zu "Back Porch" & "Middle Finger" ist zu sagen, das mir ersterer ganz gut gefällt (errinnert mich ein weing an Crazy Town), weil Wes mit seiner Gitarre schön über den Song slided und die Raps von Fred schön chillig rüberkommen. Middle Finger dagegen ist für mich nichts besonderes und der schwächste Song der Platte, allerdings funktioniert er als eine Art Outro ganz gut.
Hier nochmal die Berwertung der Songs im einzelnem:
01. Introbra -/10
02. Bring It Back 7/10
03. Gold Cobra 10/10
04. Shark Attack 9/10
05. Get A Life 10/10
06. Shotgun 9/10
07. Douche Bag 10/10
08. Walking Away 10/10
09. Loser 9/10
10. Autotunage 9/10
11. 90.2.10 8/10
12. Why Try 9/10
13. Killer In You 7/10
14. Back Porch 7/10
15. My Own Cobain 8/10
16. Angels 9/10
17. Middle Finger 6/10
Bleibt zu sagen, dass Limp Bizkit uns mit "Gold Cobra" ein Comback bescheren, welches viele (mich eingeschlossen) niemals für möglich gehalten haben.
Die LP klingt einfach nach 1999/2000, es ist wie eine Art Zeitreise und bringt mir einige schöne Errinerungen an eine Zeit, in welche Nu Metal/Crossover die Speerspitze war, und meinen Musikgeschmack entscheident geprägt hat. Für mich schon jetzt eines der besten Alben 2011 und für jeden der für diese Form von Musik nur ein bisschen übrig hat, klare Kaufempfehlung!!!!!