Im Grunde handelt es sich bei dieser Doppel-CD um eine Neuverpackung der 2000 erschienen "Anthology" mit anderem Cover & Artwork aber gleichem Mastering und Liner Notes. Es gibt einige Chuck Berry Compilations aber diese hier ist wohl der beste Einstieg. Die beiden "His Best" Cds müsste man einzeln kaufen und haben nur insgesamt 40 Songs, während die "Chess Box" zu umfangreich und teuer für den Einstieg ist, zumal ist der Sound hier um einiges besser und alles zum Preis von einer CD. Es gibt also 50 Songs: Es geht los mit der ersten Single "Maybellene" und deren bluesige B-Seite "Wee Wee Hours", über Ewigkeitssongs wie u.a. "Roll Over Beethoven", "Sweet Little Sixteen" (direkte Inpiration für "Surfin USA"), "Johnny B. Goode" (kennt jeder), "Come On" (coverten die Stones für ihre erste Single), "You Never Can Tell" (aus der Pulp Fiction Tanzszene!) zur einzigen Pop Nummer eins "My Ding-A-Ling". Chuck Berry war einfach ein Genie und ohne ihn hätte es Rockmusik niemals sehr weit geschafft, denn niemand verstand sie so gut wie er. Es macht immer unheimlich Spaß und Laune diese Songs anzuhören, es ist zeitlose Musik und die ganzen Ideen und Texte sind einfach unglaublich. Das tolle ist auch, dass es über eine einfache Best-Of der offensichtlichen Hits hinausgeht sondern auch einen guten Eindruck von unbekannteren und unterbewerteten Stücken schafft. Auch die Liner Notes und Bilder sind sehr ansehnlich aber die Musik stellt eh alles in den Schatten. Negativ könnte man anmerken, dass keine Songs aus der Mercury-Phase vertreten sind, aber zur Zeit ist es einfach die beste Berry-Compilation wo gibt und danach möchte man eh alles von ihm haben. Auch großartig dass er nach 50 Jahren Karriere mit 80 Jahren immernoch Konzerte gibt. Der Mann darf einfach nicht in Vergessenheit geraten.