In kreativ durchgestyltem Pop treten die fünf "Zeitungsjungen" aus Australien "an die Öffentlichkeit", und nicht zum ersten Mal wurden sie dafür von Pop-Exzentriker Steve Taylor in Nashville/Tennessee produziert.
Groovige Bassläufe, ein paar schräg verzerrte Gitarren und eine Vielfalt an computererzeugten Soundexperimenten schmücken durchweg tanzbare Popsongs aus. Die eigenwilligen, durchaus anspruchsvollen Arrangements liegen mit einer Mischung aus Synthetik, Hip-Hop- und Rock-Anleihen irgendwo zwischen den "Happy Mondays" und den "Fine Young Cannibals". Doch verlieren sich die Stücke aus dem Jahr 1994 durch ihren monotonen Disco-Beat und die eingängig bis seichten Refrains häufig in austauschbarer Beliebigkeit. Die Kuschelpraise-Nummer "Be still" lässt nicht als einzige Ballade etwas leidenschaftlichen Charme vermissen. Allein das hektische "Lights out", welches wild schrummelnde Gitarren mit treibendem Hip-Hop-Sound verschmelzen lässt, fällt noch aus dem Rahmen.
Deutlich und mit teilweise ungewöhnlichen Vergleichen erklären die "Newsboys" in ihren Texten, was Gnade ist ("Real good things"), ermutigen die Kids, in den Klassen offen zu ihrem Glauben zu stehen ("Going public"), auch wenn die Sache mit Gott häufig schwierig zu erklären sei ("Spirit thing"). Genau diese Kids werden auch ihre Musik mögen, die wohl ganz im Trend liegt, doch völlig spurlos durch die Gehörgänge flüchtet.