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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Trari trara, die Post ist da ...,
Rezension bezieht sich auf: Going Postal (Discworld Novel) (Gebundene Ausgabe)
Zur Handlung: Moist von Lipwig ist ein echter "con artist", ein Lügner, Betrüger, Verkäufer falscher Diamantringe. Leider wurde er festgenommen und in Ankh Morpork zum Tod durch Hängen verurteilt. Nach seiner Hinrichtung erwacht er im Büro des Patriziers, der ihm erklärt wie er überlebte und ihm eine Chance für ein neues Leben bietet: Moist soll das marode Postsystem von Ankh Morpork wieder in Gang bringen. Widerwillig akzeptiert er. Damit er nicht abhaut, wird ihm Mr. Pump, ein Golem der bisher als Pumpe unter der Erde arbeitete, als Gehilfe, Leibwächter und Aufpasser zur Seite gestellt. Im Postamt angekommen trifft er weitere Helfer (einen uralten Briefträger und dessen jungen Gehilfen, der auf das Sammeln von Stecknadeln fixiert ist) und stellt zu seinem Erschrecken fest, dass das gesamt riesige Gebäude mit nicht zugestellten Postsendungen angefüllt ist. Außerdem erfährt er, dass mehrere Vorgänger im Amt ums Leben kamen.Im weiteren Verlauf wird erzählt wie es zu dieser Situation kam und wie Moist beginnt, die Sendungen zuzustellen. Der Bedarf ist nämlich da: es gibt zwar mittlerweile die Clacks-Türme, die Nachrichten schneller übermitteln können, aber diese sind seit sie von einer zwielichtigen Firma übernommen wurden, die viel Personal und Service/Wartung einspart, vor allem teuer und unzuverlässig. Das bietet Moist und seinen neu angeheuerten Postkollegen eine Marktlücke. Hilfe bekommt er vor allem von den Nachfahren der früheren Postmitarbeiter sowie von der Gesellschaft zur Befreiung der Golems. Diese organisiert das Freikaufen von Golems (Vorgeschichte siehe "Feet of Clay") aus ihren Tätigkeiten, und Golems erweisen sich als ideale Postmitarbeiter, weil sie stundenlanges Sortieren nicht scheuen und nicht von Hunden beim Briefeaustragen gebissen werden ;-) Die attraktive Leiterin der Gesellschaft gibt Moist zusätzlichen Auftrieb. Den Chef der Clacks-Firma lässt die neue alte Konkurrenz nicht unberührt und er versucht mit allen legalen und illegalen Mitteln sich diese vom Hals zu schaffen. Er ist eine zwielichtige Gestalt und hat die Firma durch Betrug und Unterschlagung an sich gebracht. Er ist ebenfalls ein berufsmäßiger Betrüger, ein Neureicher, der aus dem Nichts kam. Moist erkennt sofort einen Meister seines Faches. Ein Zweikampf zwischen den beiden Firmen und den beiden Schwindlern entbrennt. Die Ankh-Morpork Times (Vorgeschichte siehe "The Truth") berichtet über alles und heizt den Zweikampf an. Das ganze kulminiert in einem Wettrennen: wer schafft es, eine Nachricht als erster nach Genua zu bringen? Mein Eindruck: das Buch ähnelt von der Aufmachung her "The Truth", denn es spielt in Ankh-Morpork und die Hauptakteure sind neu. Allerdings ist der Hauptdarsteller Moist von Lipwig ("I am Moist - don't laugh!") kein aufrechter Kerl wie William de Worde in "The Truth", sondern ein Verbrecher. Anfänglich hat er kein richtiges Unrechtsbewusstsein und glaubt Klassen besser zu sein als Mörder, Räuber und Diebe, denn er hat ja noch nie jemandem weh getan. Später lernt er durch Konfrontation mit einigen der Existenzen, die er durch seine Betrügereien zerstört hat, dass das nicht alles so einfach ist. Dieser Wandel ist interessant zu sehen, wenn Moist erst nur daran denkt, wie er sich aus der unbequemen Aufgabe herauswinden kann, und dann später seine ganze Kraft und sein Talent auf den Erfolg der Post richtet. Insgesamt ist das Buch weniger düster als die direkten Vorgänger, besonders Night Watch war ja eher deprimierend. Es hat mir wieder sehr gut gefallen, ähnlich wie "The Truth". Die neuen Figuren sind interessant und teilweise liebenswert, besonders über die Golems, bei denen sich ja in "Feet of Clay" eine Veränderung anbahnte, erfahre ich hier gerne mehr. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pratchett, wie man ihn liebt,
Von Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Going Postal. A Discworld Novel. (Taschenbuch)
Nachdem die letzten paar Discworld-Novels aus verschiedenen Gründen ein wenig aus dem Rahmen fielen ("Night Watch" & "Monstrous Regiment" wegen ihres unerwartet ernsten und teils eher zynischen als humoristischen Tones, "The Wee Free Men" & "A Hat Full of Stars" wegen ihres offensichtlichen Jugendbuchcharakters), gibt Pratchett mit Going Postal seinen LeserInnen genau das, was sie vor allem haben wollen: eine spannende, zum Brüllen abstruse Geschichte mit einem interessanten Helden und der scheibenwelteigenen Korkenzieherlogik, die schon Pratchetts beste Romane ausgezeichnet hat. Wie so oft gelingt die Fusion aus Witz und Spannung virtuos: die Hauptfigur Moist von Lipwig erinnert stellenweise etwas an Rincewind, aber zum Glück für den Roman hat Pratchett diesmal seinen Gestalten mehr Raum für Entwicklung und innere Veränderung gegeben. Auch die ein und andere elegant eingeschobene Tiefgründigkeit fehlt nicht, wenngleich diesmal sparsamer gesät als z.B. in Small Gods.Die Story (kein Spoiler!): Ein verurteilter Trickbetrüger wird vom Patrician, dem Herrscher Ankh-Morporks, unter der Bedingung begnadigt, daß er das marode Briefpostsystem der Stadt wieder in die Gänge bekommt. Nicht nur, daß der unfreiwillige Held mit zunächst gänzlich ungeeigneten Helfern vor einem Riesengebäude voller unausgelieferter Post steht (und wir wissen alle, was auf der Scheibenwelt mit großen Ansammlungen von Worten geschieht: sie entwickeln ihre eigene Magie...), es entbrennt ein gänzlich ungleicher Kampf mit den resoluten, skrupellosen Eignern der Clacks, der Telegraphenlinien, die keine schmutzigen Wege scheuen, um die Wiedergeburt der Post aufzuhalten... Pratchett vermischt hier wieder geschickt jede Menge herrliche Anleihen aus der Realität (von der Rivalität der großen Eisenbahnlinien der U.S.-Pionierzeit bis hin zur seltsamen Welt der Hacker und Programmierer), paßt sie in seine Story ein und läßt ihr ihren Lauf. Obwohl der Roman zu Beginn nur etwas schleppend in die Gänge kommt, wird es im weiteren Verlauf ausgesprochen rasant und auch spannend, wenn der unfreiwillige Postmeister seine Trickkiste aus alten Zeiten öffnet, um seiner Aufgabe Herr zu werden. Wie schon Alan Dean Foster seinerzeit in "Krull" eine der Figuren sagen läßt: "Wir stehen vor einer unlösbaren Aufgabe. Du schlägst eine nicht durchführbare Lösung vor... ich sehe keine Probleme." Insgesamt ist Going Postal zwar nicht der beste Scheibenwelt-Roman, aber dennoch geprägt von allem, was Pratchettleser lieben. Auch einige dieser schönen Sätze und Fußnoten sind wieder enthalten, für die allein der Gute schon einer meiner Lieblingsautoren wäre... (z.B. angesichts einer Verfolgungsjagd im Dunkel: "And that is when you realize that however hard you try to look behind you, there's a behind you, behind, you, where you aren't looking"). Pratchetts Umschreibung der Ordnungsgewohnheiten des Kanzlers der Unsichtbaren Universität, die sog. "First Available Surface Method" kommt denn wohl auch vielen bekannt vor. Kann man es besser ausdrücken? Ach ja: die zahlreichen anderen beliebten Figuren aus Ankh-Morpork (Commander Vimes, Corporal 'Carrot' Ironfoundersson usw.) spielen hier nur ganz am Rande eine Rolle, obwohl einige ihre kurzen Gastauftritte haben. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Neben den Hauptfiguren sind es hier besonders die Golems, über die man eine Menge Neues erfährt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pratchett, wie man ihn liebt...,
Von Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Going Postal (Discworld Novel) (Gebundene Ausgabe)
Nachdem die letzten paar Discworld-Novels aus verschiedenen Gründen ein wenig aus dem Rahmen fielen ("Night Watch" & "Monstrous Regiment" wegen ihres unerwartet ernsten und teils eher zynischen als humoristischen Tones, "The Wee Free Men" & "A Hat Full of Stars" wegen ihres offensichtlichen Jugendbuchcharakters), gibt Pratchett mit Going Postal seinen LeserInnen genau das, was sie vor allem haben wollen: eine spannende, zum Brüllen abstruse Geschichte mit einem interessanten Helden und der scheibenwelteigenen Korkenzieherlogik, die schon Pratchetts beste Romane ausgezeichnet hat. Wie so oft gelingt die Fusion aus Witz und Spannung virtuos: die Hauptfigur Moist von Lipwig erinnert stellenweise etwas an Rincewind, aber zum Glück für den Roman hat Pratchett diesmal seinen Gestalten mehr Raum für Entwicklung und innere Veränderung gegeben. Auch die ein und andere elegant eingeschobene Tiefgründigkeit fehlt nicht, wenngleich diesmal sparsamer gesät als z.B. in Small Gods.Die Story (kein Spoiler!): Ein verurteilter Trickbetrüger wird vom Patrician, dem Herrscher Ankh-Morporks, unter der Bedingung begnadigt, daß er das marode Briefpostsystem der Stadt wieder in die Gänge bekommt. Nicht nur, daß der unfreiwillige Held mit zunächst gänzlich ungeeigneten Helfern vor einem Riesengebäude voller unausgelieferter Post steht (und wir wissen alle, was auf der Scheibenwelt mit großen Ansammlungen von Worten geschieht: sie entwickeln ihre eigene Magie...), es entbrennt ein gänzlich ungleicher Kampf mit den resoluten, skrupellosen Eignern der Clacks, der Telegraphenlinien, die keine schmutzigen Wege scheuen, um die Wiedergeburt der Post aufzuhalten... Pratchett vermischt hier wieder geschickt jede Menge herrliche Anleihen aus der Realität (von der Rivalität der großen Eisenbahnlinien der U.S.-Pionierzeit bis hin zur seltsamen Welt der Hacker und Programmierer), paßt sie in seine Story ein und läßt ihr ihren Lauf. Obwohl der Roman zu Beginn nur etwas schleppend in die Gänge kommt, wird es im weiteren Verlauf ausgesprochen rasant und auch spannend, wenn der unfreiwillige Postmeister seine Trickkiste aus alten Zeiten öffnet, um seiner Aufgabe Herr zu werden. Wie schon Alan Dean Foster seinerzeit in "Krull" eine der Figuren sagen läßt: "Wir stehen vor einer unlösbaren Aufgabe. Du schlägst eine nicht durchführbare Lösung vor... ich sehe keine Probleme." Insgesamt ist Going Postal zwar nicht der beste Scheibenwelt-Roman, aber dennoch geprägt von allem, was Pratchettleser lieben. Am ehesten ist er wohl vergleichbar mit The Truth. Auch einige dieser schönen Sätze und Fußnoten sind wieder enthalten, für die allein der Gute schon einer meiner Lieblingsautoren wäre... (z.B. angesichts einer Verfolgungsjagd im Dunkel: "And that is when you realize that however hard you try to look behind you, there's a behind you, behind, you, where you aren't looking"). Pratchetts Umschreibung der Ordnungsgewohnheiten des Kanzlers der Unsichtbaren Universität, die sog. "First Available Surface Method" kommt denn wohl auch vielen bekannt vor. Kann man es besser ausdrücken? Ach ja: die zahlreichen anderen beliebten Figuren aus Ankh-Morpork (Commander Vimes, Corporal 'Carrot' Ironfoundersson usw.) spielen hier nur ganz am Rande eine Rolle, obwohl einige ihre kurzen Gastauftritte haben. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Neben den Hauptfiguren sind es hier besonders die Golems, über die man eine Menge Neues erfährt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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