Kurzbeschreibung
Hat Goethe schlechte Gedichte geschrieben? Hat er das wirklich? Wir können Sie beruhigen: er hat. Und wie! Wir wollen gar nicht daran denken, was da im Goethejahr alles auf uns zukommen wird, so viel aber wissen wir: es wird furchtbar sein. Vor allem furchtbar viel. Und weiter zu befürchten ist, daß man immer wieder auf dieselben Werke hinweisen wird. Dabei hat Goethe doch entschieden mehr geschrieben als das Heideröslein und den Faust. Es wird daher willkommen sein, den Blick auch einmal auf jenen Teil des Goetheschen Gesamtschaffens zu lenken, der u. E. bisher nicht hinlänglich Beachtung gefunden hat: jene Gedichte nämlich, die dem Meister am wenigsten gelungen sind. Jedem Gedicht ist eine Zeichnung beigegeben, die zeigt, daß der Dichterfürst es selbst in seinen schwächsten Momenten faustdick hatte, hinter den Ohren oder sonstwo.
Autorenporträt
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) verbrachte seine Jugend in Frankfurt, zog in seiner Studienzeit nach Leipzig und Straßburg und arbeitete ab 1771 als Anwalt wieder in seiner Heimatstadt Frankfurt. 1775 wurde er an den Hof von Weimar berufen, wo er (mit Unterbrechungen wie der Italienischen Reise) bis zu seinem Tod blieb.