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Goethe ruft an
 
 
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Goethe ruft an [Gebundene Ausgabe]

John von Düffel
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [0kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 1 (24. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832196498
  • ISBN-13: 978-3832196493
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 155.782 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John von Düffel
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Klug komponiert, federleicht, mit einer großen Portion Süffisanz. (…) John von Düffel ist eine muntere Persiflage auf den Literaturbetrieb gelungen, die sich höchst vergnüglich liest.“ WDR5.DE

Kurzbeschreibung

Es gibt zwei Sorten von Schriftstellern: die strahlenden Zauberer und die erfolglosen Zweifler. Der Erzähler von John von Düffels neuem Roman gehört zweifellos zu den Erfolglosen. Seit Jahren schon sitzt er "an etwas Größerem".
Doch er hat einen Förderer: Goethe. Der heißt natürlich nicht wirklich so doch wenn irgendjemand heute Goethes Format hat, dann er. Ein Klassiker zu Lebzeiten, ein Literaturgott. Seine Lesungen gleichen Messen. Oder Rockkonzerten.
Goethe überredet den Freund, ihn bei einer Veranstaltung in der Lausitz zu vertreten. Seine Assistentin bringe ihm den Ordner mit den Unterlagen gleich vorbei, der alles enthalte, was zum erfolgreichen Schreiben nötig sei. Aber Vorsicht: Es ist sein einziges Exemplar.
So kommt der Erzähler in den Besitz der Goethe-Formel. Und macht gleichzeitig die Bekanntschaft von Frau Eckermann. Sind Formel und Frau bei ihm in guten Händen? Goethe ruft an erzählt die ebenso rasante wie charmante Jagd nach dem Geheimnis des Erfolgs und nähert sich darin auf augenzwinkernde Weise dem Schnittpunkt von Lesen und Leben.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kluges Kleinod 12. Februar 2012
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Goethe ruft an, bei einem recht unbedeutenden Schriftsteller, der sich nichts sehnlicher wünscht, als die Begabung seines langjährigen Bekannten zu besitzen, ebenso berühmt zu sein wie dieser, der schon zu Lebzeiten ein Klassiker ist.
Nein, es ist kein Anruf aus dem Jenseits, es handelt sich natürlich nicht um den echten Goethe, sondern um einen äußerst erfolgreichen Schriftsteller, der vom Ich-Erzähler nur so genannt wird. So, wie auch die anderen Protagonisten dieses außergewöhnlichen Romans nach ihren Eigenschaften benannt werden, und beispielsweise als Fräulein Rottenmeier auftauchen.
Goethe bittet seinen Nacheiferer, ihn bei einem Seminar im Spreewald zu vertreten, weil er selbst in China weile. Das Seminar beginne zwar schon am nächsten Tag, es sei aber kein Problem, es ohne lange Vorbereitung zu leiten, weil alles gründlich in Goethes Manuskript beschrieben sei, jeder Schritt, jede Schreibübung.
Dieses Manuskript wird dem Ich-Erzähler ausgehändigt, ausdrücklich im Original, von dem keine Abschrift existiert. Leider ist der Gute ziemlich chaotisch veranlagt, schafft es nicht, vor Kursbeginn auch nur eine Seite zu lesen, verschläft, und muss das Seminar aus dem Stehgreif halten.
Zu allem Übel versuchen die Kursteilnehmerinnen, ihm das Manuskript abzuschwatzen, und dabei merkt der Ich-Erzähler, dass er das wertvolle Original-Manuskript nicht mehr finden kann'
Dieses intelligente Buch hat mir richtig Spaß gemacht, besonders die literarischen Diskussionen der Kursteilnehmer, in denen es beispielsweise um die Schwierigkeit des ersten Satzes geht.
Auch wenn ich es gewöhnungsbedürftig fand, dass die wörtliche Rede nicht mit Anführungsstrichen gekennzeichnet ist, was ich überhaupt nicht mag, hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen.
Eine ganz besondere Spannung erhält das Buch durch den Wechsel zwischen tiefgründigen literarischen Debatten und der witzig geschilderten Überforderung des Ich-Erzählers, mit seiner Rolle als Kursleiter, mit den teilnehmenden Frauen und mit der Suche nach dem Manuskript fertig zu werden.
Ich wünsche diesem klugen Kleinod viele Leser.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von aurelia
Format:Gebundene Ausgabe
John von Düffel schreibt genauso sympathisch, wie er auf seinen Lesungen rüberkommt.
In "Gothe ruft an" nimmt er mit feiner Ironie die unterschiedlichen Typen der Literaturschaffenden auf die Schippe und beleuchtet so branchenübliche Klischees und Künstlerposen.

Da wäre zunächst der Literatur-Guru "Goethe", dessen Wort unangefochtenes Gesetz ist, und zu dem der Ich-Erzähler (Schriftsteller, Marke: fleißig, solide) aufsieht. Ausgerechnet den großen Meister soll er kurzfristig in einem Sommer-Literaturkurs vertreten. Die Fußstapfen scheinen ihm viel zu groß. Und dann geht auch noch vor Kursbeginn das Manuskript verloren!

So gerät er ziemlich ins Schwimmen, als er sich am 1. Kurstag dem bekannten Literatur-Kritiker "Schwamm" gegenübersieht, der einst seinen Debütroman verrissen hatte. Mit einer dieser Zunft eigenen Arroganz behauptet "Schwamm", vom ersten Satz eines Buches auf den gesamten Roman schließen zu können. Seine berufliche Mission sieht er in der "Entblödung der Literatur" und betrachtet daher seine Rezensionen als "Präventivschläge gegen das literarische Mittelmaß".

Diesem gegenüber sitzt ausgerechnet die Unterhaltungsschriftstellerin "Hedwig", die es locker auf 5 - 6 leicht geschriebe Romane pro Jahr bringt, die auch noch reißenden Absatz finden.
"Leichtschreiben" ist übrigens das Thema dieses Literaturkurses, dessen Geheimformel sich in dem verlorengegangenen Manuskript befindet.
"Hedwig" hat weder Schwierigkeiten, den 1. Satz zu finden, noch kennt sie so etwas wie Schreibblockaden. Statt "berufsbedingtem Sitzfleisch" und "Stubenhocker-typische Gewebe-Erschlaffung" hat sie "Schwimmer-Beine" und einen "Stepper-Hintern" vorzuweisen.

Klar, dass es zwischen "Schwamm" und "Hedwig" zu einem verbalen Schlagabtausch kommen muss, der köstlicher nicht sein könnte. Hier kommen sämtliche Klischees von E- und U-Literatur auf den Tisch. Und während sich noch alle darüber einig sind, dass ernsthafte Literatur auch unterhaltend sein kann, aber NIEMALS umgekehrt, überzeugt John von Düffel uns währenddessen bereits vom Gegenteil.

Weitere Kursteilnehmer sind "Fräulein Rottenmeier", die sich ihrem Spitznamen gemäß korrekt an sämtliche Regeln der Literaturkunst hält, und ihr Ehemann Hermann, der zunächst spitznamenlos blass im Hintergrund bleibt und später sein Talent entpuppt. Nicht zu vergessen "Frau Eckermann", Goethes" Sekretärin, die am Ende auf überraschende Weise aus dem Schatten des großen Meisters tritt ...

Ein herrlich unterhaltsamer Roman, der nur anscheinend sommerlich-komisch daherplätschert, in der Tiefe aber ganz viele "E"s enthält.

Es sollte nicht verwundern, wenn die einschlägigen Berufsrezensenten diesen Roman weniger positiv beurteilen, hält er doch gerade ihnen einen Spiegel vor!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach große Klasse! 29. Januar 2012
Von Leserleser TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
John von Düffel hat mit 'Goethe ruft an' ein Meisterwerk hin gelegt. Nicht mehr, nicht weniger. Es geht um die Nöte eines erfolglosen Autoren, dessen bester Freund, ein extrem erfolgreicher Autor, den er heimlich 'Goethe' nennt, ihn bittet, ihn zu vertreten und ihm dazu eine Mappe mit seinen Schreibgeheimnissen anvertraut. Die Verwicklungen, die daraus hervor gehen, sind feinsinnig, philosophisch, ironisch und teilweise zum Brüllen komisch. Wenn der Erzähler in Gedanken bei seiner 'Tiefpreis-Badehose, Größe S' ist, anstatt sich einen anständigen ersten Satz für sein Werk - denn er sitzt seit Jahren erfolglos an 'etwas Größerem', zu übergeben; wenn die Teilnehmer des Schreibkursen fast kriminell werden, um an Goethes Geheimnis zu kommen; die Diskussionen um 'Leichtschreiben', 'Tiefschreiben', 'Flachschreiben', 'Leuchtschreiben' - das hat was!
Und während die Protagonisten im Sumpf der Diskussion versinken, was ein guter, genialer erster Satz für ein Buch ist - weil dieser laut Goethe die Essenz eines guten Buches darstellt, macht John von Düffel es seinen Romanfiguren vor. Denn der erste Satz von 'Goethe ruft an' lautet: 'Goethe ruft an'.
Besser geht's nicht!
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