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Goethe-Handbuch, 4 Bde. in 5 Tl.-Bdn. u. Reg.-Bd.
 
 
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Goethe-Handbuch, 4 Bde. in 5 Tl.-Bdn. u. Reg.-Bd. [Gebundene Ausgabe]

Bernd Witte , Theo Buck , Hans-Dietrich Dahnke


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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Weltgenuss

Das Goethe-Handbuch

Drei Bände des neuen Goethe-Handbuches sind den grossen Gattungen gewidmet, der vierte wird ein Lexikon der Personen und Sachen bieten. Das Handbuch will den Leser vor allem über Textgeschichte, Interpretation und Wirkung unterrichten. Der Band «Gedichte» wird mit einer die bestimmenden Antinomien (z. B. Weltgenuss und Erkenntnis, Emporhebung ins Allgemeine und Gelegenheitsgedicht, Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung usw.) hervorhebenden Einführung in das etwa 3000 Gedichte umfassende lyrische Œuvre eröffnet.

Den grössten Teil des Bandes nehmen Werkmonographien zu rund 100 ausgewählten Gedichten und Zyklen ein, die sechs chronologischen Abschnitten (frühe Lyrik, Sturm und Drang, erstes Weimarer Jahrzehnt, klassische Zeit, Sonette und «West-östlicher Diwan», Spätwerk) zugeordnet sind. Zusammengenommen bilden die umsichtigen Einführungen zu diesen einzelnen Abschnitten zugleich einen diachronen Abriss und einen problemorientierten Aufriss zu Goethes lyrischem Schaffen. Höchst einleuchtend wird die Einheit des Spätwerks, neben sprachlich-stilistischen Momenten, aus Kategorien wie dem Historischen der eigenen Person, dem Symbolischen des eigenen Lebenswerks und einem kommunikativen Modell hergeleitet. Die einzelnen Werkartikel informieren über Entstehung, Text- und Interpretationsgeschichte und führen die wichtigste Forschungsliteratur an, bieten aber auch allenthalben eigene Analysen.

Ein wenig abgesprengt nehmen sich die Artikel zu den Versepen aus; darunter ist ein besonders lesenswertes Kabinettstück zum «Reineke Fuchs». Dass die Versepen unter den «Gedichten» versteckt sind, resultiert aus der Reservierung des dritten Bandes für die Prosaschriften, spiegelt aber wohl auch die allgemeine Hilflosigkeit der heutigen Literaturwissenschaft gegenüber dieser epischen Form. Noch befremdlicher ist allerdings bei den «Gedichten» die unzureichende Berücksichtigung der musikalischen Rezeption vieler Texte («Heidenröslein»; «Erlkönig»; zum Mignon-Lied gibt es gar keinen Eintrag).

Der zweite Band zu Goethes dramatischem Werk zeichnet sich da durch einen weiteren Blick aus: Goethes praktischer Theaterarbeit ist ein eigenes Kapitel eingeräumt, und die «Faust»-Rezeption wird sogar in drei Beiträgen zu den Bereichen Literatur, bildende Kunst und Bühnengeschichte ausgebreitet. Die Anordnung folgt auch hier im wesentlichen der Chronologie, die gelegentlich von «Dachartikeln» zu einzelnen Genres unterbrochen wird. Die geringere Zahl der Artikel im zweiten Band lässt Spielraum für unterschiedliche Konzepte: höchst anregend etwa der streng nach der Szenenfolge geordnete «Durchgang» durch den zweiten «Faust». Trotz den wenigen Einwänden kann man zu den beiden ersten Bänden allen Beteiligten nur bestätigen, dass es ihnen gelungen ist, an die Stelle des Vorläuferunternehmens, das 1965 in unreflektiertem Positivismus als Torso geendet hatte, ein Werk zu setzen, das in meist erfreulich unprätentiöser Diktion für gelehrte Kenner eine Summe der internationalen Goethe-Forschung mit fundierten Verständnishilfen für interessierte Laien verbindet.

Hans-Albrecht Koch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Das Goethe-Handbuch ist ein Nachschlagewerk, das alle heute erreichbaren Informationen zu Leben und Werk Goethes zusammenfasst. Es spiegelt den aktuellen Wissensstand wider und reagiert auf jüngste Fragestellungen der Goethe-Forschung. Die ersten drei Bände bieten einen profunden Einblick in das Gesamtwerk Goethes, gegeliedert nach den Gattungen Gedichte, Dramen und Prosaschriften. Der vierte Band, in zwei Teilbänden, ist als enzyklopädisches Handbuch zu Leben und Werk angelegt. Komplettiert wird das Werk durch einen ausführlichen Registerband. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Der Verlag über das Buch

Pressestimmen zum Goethe-Handbuch
"The best research tool on Goethe currently available", The Times Literary Supplement. "Besondere Empfehlung des Monats Juli 1998 der Bestenliste von der Süddeutschen Zeitung / Buchjournal, NDR "Sicher einer der Texte, die man in Zukunft wieder und wieder konsultieren muß... kann ich nur versichern, dass dies im dringlichsten und hilfreichsten Sinn ein Handbuch ist - für Leser allgemein, für Studienräte, für Hochschullehrer, für Studenten." Süddeutsche Zeitung "Die Bände sind eine wahre Fundgrube; nicht nur der eingeweihte Goethe-Kenner, sondern auch der nicht germanistisch vorgebildete Goethe-Liebhaber kann vieles für ihn Wissenswerte, Interessante und zu weiterer Beschäftigung Anregende finden." Norddeutscher Rundfunk.
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