Es ist sogar mein liebster Film aus der Godzilla-Reihe, und zwar aus folgenden Gründen:
1. die Idee mit dem Monster, welches nur aufgrund einer völlig verschmutzten Umwelt entsteht
2. die einzigartige Szene, wo das Monster giftige Abgase aus Fabrikschornsteinen inhaliert und sich mit diesen ernährt....spitze!
3. der ziemlich düstere Kontext des Films...überall Dreck, Schlamm, alles ist grau und braun...alte Uhren, die im Morast liegen, zerstörte Schaufensterpuppen im Schlamm...
4. der psychedelische Sechziger- bzw. Siebziger-Jahre-Touch...die bunten Lampen in dem Tanzclub, die Split-Screen-TV-Szenen...wirkt sehr modern und könnte aus einem Club der Jetztzeit stammen...
5. der neunmalkluge Junge, welcher alles besser weiss als die Erwachsenen, selbst wenn diese Wissenschaftler sind.... :) und der zudem Zahnlücken hat...in einem amerikanischen Film kaum denkbar...
6. ...wie die Menschen, von dem Monster verstrahlt, zu Skeletten verfallen...das war für die damalige Zeit schon relativ spektakulär
Natürlich kann der Film - trotz der Umwelt-Thematik - nicht wirklich ernst genommen werden, dazu ist er viel zu langatmig, die Kämpfe zu öde, die Handlung zu vorherschaubar, die Schauspieler nicht gut genug...aber ist das nicht meistens bei Godzilla-Filmen so? Und sind sie nicht trotzdem (fast) alle toll?
Ich habe diesen Film zum ersten Mal als Achtjähriger auf Super-8 gesehen und hatte damals fürchterliche Angst...heute finde ich den Film lustig, eher ein Party-Film. Aber sehenswert, auf alle Fälle.