Leider sind die Army-of-Lovers hierzulande recht wenig bekannt
(gewesen).
Anfang der Neunziger konnten Sie zwar mit Crucified (welches aus
dem ersten Album "Massive Luxury Overdose" stammt) einen Top-Hit
in Deutschland landen, danach wurde es aber recht still um das
Trio (später auch Quartett).
Schon das Nachfolger-Album "The Gods of Earth and Heaven", sowie
die Single-Auskopplung "Isrealism" wurden nur noch recht wenig
beachtet. Zu Unrecht!
"The Gods of Earth and Heaven" stellt eine klare Verbesserung
zum Vorgänger-Album dar:
Absolut unverblümt geben die vier Freigeister hier eine bonbon-
bunte (La Plage de Saint-Tropez) und melancholisch-depressive
(I am, Ballade of Marie Curie) Travestie-Show zur Schau, die
vor keinem Tabu zurückschreckt. Ultra-abwechslungsreich und
verspielt, aber immer gerade noch in "Ufer-Nähe" des Mainstreams.
Dabei aber immer kritisch und mit sarkastischem Tenor hält sich
dieses Album aber durchweg auf erstaunlich hohem künsterlischen
Niveau, ohne dabei aber nicht den normalen Pop-Hörer zu
verschrecken.
Leider konnte diese Entwicklung beim 3. Album nicht wieder
erreicht werden, welches einen klaren Rückschritt zu den beiden
ersten Alben darstellt.
Auch schade, dass dieses Album nicht mehr erhältlich. Deshalb
meine Rezension zum UK-Import.