Vorbemerkung:
Zugegeben, wer als Teenager Ende der 70er Jahre gerade die "Gitarrenmusik" entdeckt hat, für den ist "seine" lokale Band auch 30 Jahre noch etwas ganz besonderes. Zumal es auch nie eine LP oder gar CD gab. Und ich finde es auch ein gutes Zeichen, dass ein großer Teil der Melodien von "Alibaba" aus den damaligen Live-Gigs bei mir die Jahrzehnte überstanden haben ...
Zur Sache - für alle die Shiva nicht kennen:
Jungebliebener Rock & Roll, direkt und ehrlich, rau und mit einer Überdosis Gitarreneinlagen. Der Sound der Gitarren ist auch in seiner jetzige Version nicht mit den heutigen Bombast-Sounds heutiger Metal-Bands zu vergleichen. Viel ursprünglicher, im Stile der damaligen Technik eben. Ich denke, ich liege mit der Aussage nicht falsch, dass dies keine Musik für nebenbei ist. Zu abwechselungsreich sind - trotz fester Songstrukturen - die einzelnen Gitarrenparts. Manche Stellen haben mich auch an "Ton"-folgen bei Steve Vai erinnert, dann haste wieder Blues oder Flitzefinger-Läufe à la Satriani.
Die Produktion ist - entsprechend dem Gesamtkonzept - auch "urban", etwas dreckig. Aber es passt. Für den einen oder anderen etwas irritierend, zwei verschiedene Stimmen im Gesang - aber (meistens) nur von Lied zu Lied wechselnd ;)
Die beiden Shiva-Gründer:
> Armin Sabol, "konstruierte" danach den Sound von Peter Schilling (Major Tom und so), wurde dann wieder härter ("Rage"), seitdem mit Einlagen für Fanta4 und viele weitere Schwaben-Größen
> Mat Sinner, legte sich seinen Künstlernamen mit der Shiva-Nachfolgerband SINNER (aktuell ein neues Album) zu. PRIMAL FEAR vereinigt einige Metal-Größen der Stuttgarter Region, Mat ist dort auch Kopf der Band.
Anspieltipps: Heat Of The Night, Red, Mind of a Killer, Alibaba (instr.)