Da ist es also, das Buch, das in der Serie "Californication" immer wieder zur Sprache kommt. Dort wird nie allzu präzise auf den Inhalt eingegangen, was daran liegt, dass es das Buch eigentlich gar nicht gibt. Nun gibt es jenes aber doch. Wie bitte? Tja, die Macher der Serie haben sich entschieden, "God Hates Us All" als eine Art Merchandisingprodukt auf den Markt zu bringen. Natürlich hat es nicht Hank Moody geschrieben, auch wenn das auf dem Cover steht. Für alle, die "Californication" nicht kennen: Hank Moody ist der Rollenname von David Duchovny in der Serie. Der eigentliche Autor hält sich fast vollständig im Verborgenen, es soll wirklich so aussehen, als seien dies Hanks persönliche von ihm niedergeschriebene Erlebnisse.
Abgedeckt werden dabei seine Jugendjahre Ende der 80er/Anfang der 90er in New York. Damals war er ein kleiner Drogendealer, der in ein abgewracktes Zimmmer des Chelsea Hotels zog und hin und wieder gehörige Probleme mit seiner durchgeknallten Exfreundin hatte. Natürlich wäre Hank nicht Hank, wenn er nicht damals schon mit allen möglichen Frauen etwas am Laufen gehabt hätte.
"God Hates Us All" (das übrigens, wie auch die anderen fiktiven Bücher von Hank Moody, nach einem Slayer-Album benannt ist) ist eine kurzweilige Angelegenheit. Der Schreibstil ist einfach gehalten, unterhaltsam ist die Sache aber allemal, man kann die knapp 250 Seiten schnell durchlesen. Keine Sensation, aber auch ganz bestimmt kein Reinfall.