Ganze 17 Jahre ließ Wayne Hussey seine Fans zappeln, bis endlich der würdige Nachfolger zu Carved in sand erschien. Aber die Altvorderen der 80er Jahre haben so ihre Schwierigkeiten. Andrew Eldritch glaubt niemand mehr, dass er nochmals ein Album veröffentlichen wird. Carl Mc Coy ist irgendwo im musikalischen Nirvana abgetaucht und Robert Smith hat seit Wish auch nichts wirklich Gutes mehr veröffentlicht.
Doch zurück zu The Mission. Das wirklich große Manko von God is a bullet ist die Länge. Ich denke, maximal 11 Songs hätten ausgereicht. Es streckt sich alles zu sehr, hier hätte man ruhig kürzen können. Ohne jetzt Songs wie Grotesque weh zu tun, aber davon hat das Album reichlich. Hier hätte Wayne Hussey sein Output drosseln können.
Aber alles in allem Frage ich mich, warum Hussey uns erst Sachen wie Masque oder Blue antun musste. Hat man doch bei dem neuen Album das Gefühl, als wäre es ihm leicht gefallen, die Songs aus dem Ärmel zu schütteln. Die Zeitreise zurück in die Endachtziger/frühen 90er ist definitiv geglückt. The Mission klingen wie zu ihren besten Zeiten. Da gibt es die schönen Balladen ebenso wie ihre Hymnen. Gekonnt verzaubert Hussey mit dieser schon damals einzigartigen Mischung aus Glamrock und den Wave der 80er. Und wenn man sich dann noch die Liste der beteiligten Musiker durchliest, kriegt man ein kurzes Herzflattern, denn selbst Simon Hinkler gibt sich die Ehre.
Zu Go dis a bullet kann man nur sagen, dass The Mission ihre Popularität der späten 80er zwar nicht mehr zurückgewinnen werden. Aber für diese Reise back to the roots kann man The Mission nur ein allerherzlichstes Danke schön sagen.