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Wer den ersten Track ("Darkness Of Christ"), hört mag denken, daß sich Slayer auf diesem Album experimentell zeigen; radikal verzerrte Gitarrensounds und Drums, hinterlegt mit kaum verständlichen Ausschnitten einer Nachrichtensendung, erwecken einen merkwürdigen Eindruck, zumal die (absichtlich) schlechte Tonqualität Übles ahnen läßt.
Spätestens aber sobald der erste Track vorbei ist und "Disciple" beginnt zeigt sich, daß alles Bangen unnötig war. Die Tonqualität ist exzellent, die Gitarren fett, die Drums markant, ihr Zusammenspiel perfekt. So muß es sein!
Auch vom Songwriting her bleiben Slayer ihrem Stil absolut treu, konfrontieren den Hörer mit Granate nach Granate. Dabei bewegt man sich meist im Midtempo-Bereich; obwohl durchaus auch der eine oder andere Speedknaller dabei ist ("Exile"), werden Tempoeruptionen wie zu "Reign In Blood"-Zeiten nie erreicht. Dennoch schaffen es alle Songs, sowohl dank der überaus aggressiven Lyrics von Frontmann Tom Araya als auch durch das gnadenlose Zusammenspiel von Gitarren und Schlagzeug, eine schon bösartige Härte rüberzubringen, die man leider in vielen Produktionen heutzutage vermisst.
Dieses Album ist ein "must-have", eben weil es grundehrlich ist - unverblümt mitten in die Fresse. Das haben Slayer schon immer getan, und diesmal haben sie es wieder geschafft. Und es wird zu keiner Zeit langweilig.
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