Drei junge Männer - Frank, Thomas und Alex - versuchen Mitte der 80iger Jahre über die deutsch-deutsche Grenze zu fliehen und scheitern dabei schon im Ansatz. Das markiert den Beginn einer ausgedehnten Flucht. Wankend zwischen 'sich stellen' und 'jetzt erst recht' machen sie sich auf den Weg in die entgegengesetzte Richtung. Sofort heftet sich die Stasi an ihre Fersen. Mit im Verfolgungsteam in erster Reihe der Vater von Frank.
In Erfurt suchen sie einen ehemaligen Fluchthelfer und dessen erwachsene, hübsche Tochter auf. Das bringt die Aktivitäten der Staatssicherheit erst so richtig ins Rollen, denn diesen haben sie schon lange auf ihrer Liste. Zu fünft flieht man weiter Richtung deutsche Botschaft in Belgrad. In Prag schlüpft man in einem Puff unter und das Mädchen und Frank kommen sich näher. Immer wieder kann man gerade so von der Schippe springen, denn die Verfolgen sind immer bestens informiert, da es unter den dreien einen Verräter gibt.....
Die Authentizität steht nicht im Vordergrund bei diesem Film, der sicherlich keine Dokumentation sein möchte, sondern es offensichtlich vor allem auf eine junge Zielgruppe abgesehen hat. Man mag dem Film zugute halten, dass er keine Spur von Ostalgie enthält. Umfassend glaubwürdig kommt diese fiktive Fluchtgeschichte jedoch nicht bei mir an. Es wird sehr viel Wert auf Action und Tempo gelegt, weniger auf logische Ablaufvorgänge.
Die drei ambitionierten deutschen Jungschauspieler (Franz Dinda ist immerhin schon 28, verkörpert aber einen ca. 10 Jahre jüngeren Mann, man nimmt es ihm ab) handeln dem Drehbuch entsprechend und überraschend routiniert.
Extras: Making of: Die drei Hauptdarsteller machten sich von Berlin zu Fuß zum ersten Drehort Erfurt auf den Weg; des weiteren unkommentierte Eindrücke vom Dreh.