hilmar hoffmann, praesident des goethe-institutes, hat einige der bedenkenswertesten argumentationen zur weltlage nach dem 11. september zusammengetragen. bevor es zum attentat auf die zwillingstuerme kam, hatte sich fast im alleingang nur der amerikanische militaertheoretiker huntington des themas angenommen und allerdings bereits reaktionsmuster der USA-regierung durch seine meinungsentfaltung laengst vorstrukturiert. nach dem attentat bekamen seine analysen eine publikums-aufmerksamkeit wie frueher nur alttestamentarische propheten in der wueste. eine flut von folge-erscheinungen auf dem buchmarkt, anti-huntingtons und huntington-juenger, setzte sich ab sofort mit dem auseinander, mit dem wir uns auseinandersetzen muessen - nicht weil es mode waere, sondern weil es unser aller zukunft zu sein scheint, in diesem themenzusammenhang uns richtig zu orientieren; wieviel toleranz, wieviel kalte durchsetzungsstrategie (auf beiden seiten der konfliktgraeben) wird uns nun nach dem 11. september 2001 bestimmen? es wird derzeit nicht nur sprachlich aufgeruestet, sondern auch technisch: (1) gaseinsatz gegen selbstmordsprengsaetze an den koerpern der moskauer theater-stuermer oder (2) unbemannte, aber raketenbestueckte flugkoerper im stile der drohne RQ-1 "PREDATOR" gegen in jemenetischer wueste mit dem PKW unbesorgt herumgondelnde al-Quaida-Fuehrer - sie sind die aktuellsten wegmarken einer ingenieurstechnischen eskalation; hilmar hoffmann hat mit seiner sammlung von statements eine wesentliche gedankliche, reflexive wegmarke dagegengesetzt ...