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Jonsi Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (2. April 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Parlophone (EMI)
  • ASIN: B003AJEBF8
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 79.532 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Go Do
2. Animal Arithmetic
3. Tornado
4. Boy Lilikoi
5. Sinking Friendships
6. Kolnidur
7. Around Us
8. Grow Till Tall
9. Hengilas

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Die Entscheidung für ein Album mit Soloaufnahmen verdankt sich dem Umstand, dass sich bei Jónsi einige Songs angesammelt hatten, die er irgendwann geschrieben, aber die irgendwie nicht zu Sigur Rós gepasst hatten. Bereits vor geraumer Zeit waren mit dem Instrumentalalbum Riceboy Sleeps, das Jónsi gemeinsam mit seinem Partner Alex Somers aufgenommen hatte, einige exzellente Beispiele seiner Kompositionskunst veröffentlicht worden.
Go ist jedoch von einem ganz anderen Kaliber. Ekstatisch, dramatisch und höchst vital steht hier Jónsi’s unverwechselbares Stimmorgan im Vordergrund – und dazu singt er den Großteil der Songs in englischer Sprache.
Go ist die Vollendung einer langen Reise, die Jónsi mit dem wortlosen und nahezu brutal herausfordernden Klangmonoliten von Sigur Rós, dem kurios bezeichneten Album, angetreten ist, und sie ist ein riesiger Fortschritt zum letzten Karrieresprung mit dem Pop-Werk Hoppipolla und sogar zu den schweren perkussiven Klanggewittern des letzten Albums Gobbledigook. Go ist eine dieser Odysseen, deren Abenteuerlust und Freudengefühle auf uns übergreifen.

Produziert hat Jónsi das Album mit Alex Somers und Peter Katis (Interpol), aufgenommen im Frühjahr 2009 zuhause in Rejkjavik und in Peters Tarquin Studios in Connecticut.

Das neue Album Go ist auch als Experience Edition mit exklusivem Online Zugang zu einem Stream mit einer Jonsi Live-Performance, sowie weiterem Video- und Foto-Content erhältlich.

motor.de

Sigur Rós-Frontmann Jón „Jónsi“ Birgissons erste Soloplatte "Go": Munter und fröhlich, aber sicherlich nicht jedermanns Sache Nach vorne soll die Platte gehen. Aufbruchslustig macht sich deshalb der halbblinde Isländer alleine auf den Weg und sorgt schon mit dem Opener "Go Do" für gute Laune. Locker-flockig hüpft eine Piccolo-Flöte im Intro seiner ersten Singleauskopplung umher, worauf schon bald Jónsis unverwechselbare Charakterstimme über eingängigem Orchesterarrangement ertönt. Den Klang von Sigur Rós zieht er noch unmissverständlich hinter sich her. Ein Unterschied ist kaum auszumachen. Lediglich ein wenig schwungvoller klingt der Sologang - als wäre die Last der Band von ihm abgefallen. Durch Streicher werden, wie gewohnt, bombastisch atmosphärische Klangwelten geschaffen, in denen man sich verlieren kann. Abermals legte Komponist Nico Muhly Hand an und machte aus den Tracks musikalisch-sphärische Meisterwerke. Das orchestrale Klangbett, auf dem sich Jónsi in den Daunen wälzt, passt sich seiner Stimme an und setzt sie nahezu perfekt in Szene. „Animal Arithmetic“ ist abermals überraschend erquickend und poppig. Gleichzeitig bleibt Jónsi aber seiner Ambient-Linie treu. „Kolnidur“ beginnt vielversprechend. Dieses Mal setzt sein Gesang tief an und nutzt den riesigen Umfang seiner Stimme komplett aus - Gänsehautstimmung. Mit dem anschließenden „Sinking Friendship“ erweitert er seine Spannbreite sogar noch. Beginnend mit einem vokalen Dreiklang, bald unterlegt von betäubendem Pianogeklimper, driftet Jónsi stimmlich mal ins Feminine, mal ins Kreischende. Insgesamt ist "Go" vom Sound und der Instrumentalisierung her sehr gelungen, allerdings erscheint Jónsis oft sehr weinerlicher Gesang recht zäh, manchmal sogar anstregend - somit nichts für den gemeinen Musikhörer. Was für gute Filmmusik oder ein Live-Erlebnis prädestiniert ist, wird im heimischen Radioprogramm wohl keinen flächendeckenden Anklang finden – muss es aber auch nicht!

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von estapolis
Format:Audio CD
Als Mastermind von Sigur Rós hat Jon Tor Birgission alias "Jónsi" die Musikwelt schon ordentlich aufhorchen lassen. Mit dem Meisterwerk "Ágætis byrjun", das irgendwie nach allem klang, aber nicht nach das, was man schon genügend kannte, machte er sich bereits unsterblich. Sein ungewöhnlicher Musikstil, seine offenbar außerirdische Stimme, seine Kompositionen im Stile einer großen Post-Rock Band - das alles komplettierte den Stil des Isländers durch die Jahre und 2010 schließlich erscheint endlich sein Solodebut "Go".

Hier ist es der Versuch, Jónsis musikalisches Genie, das bisweilen Neueinsteiger leicht abschrecken konnte, mit zugänglichem Pop zu verschmelzen. Was dabei raus kommt, ist in einfachen Worten gesagt ein Fest für die Ohren.

"Go Do" begrüßt den Hörer erstmal mit allerlei seltsamen Klängen: Vogelgezwitscher, Schläge auf eine Turnhallenkiste, dazwischen Jónsi mit seiner engelhaften Stimme. Lyrics, die ihn in seine Welt entführen: "We should always know that we can do anything". Richtig, das wissen wir, und dass besonders Jónsi alles kann, davon ist man nach dem Einstieg in dieses Album überzeugt. Ach, und nebenbei liefert die Melodie noch Ohrwurmgefahr.
"Animal Arithmetic" animiert zum Tanzen mit seinem unaufhörlich treibenden Rhythmus, den Jónsi mit Feuereifer anpeitscht.
Ruhiger geht es mit "Tornado" weiter. Schöne Klavierklänge begleiten das Schwelgen des Sängers, bevor auch dieser Song Kirmesmusik-artig explodiert.
Der Vorab-Gratis-Download "Boy Lilikoi" hat Single-Charakter. Schöne Hooks treffen hier auf magische Lyrics - und wo wir schon bei magisch sind: Dieses Lied könnte perfekt in jeden Disneyfilm passen.
"Sinking Friendships" und das isländische "Kolnidur" geben dem Hörer dann doch ein etwas ruhigeres, aber wunderbares Interlude. Besonders in "Kolnidur" hört man Sigur Rós an allen Ecken und dann ist es wieder da, dieses Gefühl, dass man in der Eiszeit gelandet ist.
Dann das Highlight: "Around Us" bietet alles auf. Süchtig machende Hooks, beeindruckende Instrumentalisierung, eine reiche Soundcollage, Jónsi in Topform.
Nun schickt der Isländer uns aber erstmal wieder zurück in die Realität: "Grow till Tall" setzt als Jónsi-typische Ballade an, die sich alleine durch seine Stimme trägt, bevor der Track als instrumentales Feuerwerk endet. Das Lied hat den Charakter eines Closers und man ist überrascht, wenn Jónsi noch einen Track drauflegt. "Hengilas" verlässt wieder die Sphären, die der Isländer alleine aufgebaut hat und schickt uns wieder in die Welt von Sigur Rós. Der Sänger sagt uns: Jetzt kannst du wieder gehen. Das wars. War aber toll, oder?

"Go" ist bis jetzt für mich das unumstrittene Highlight dieses Jahres und es wäre eine Schande, würde dieses Album in Deutschland untergehen. Jónsi zeigt uns mit dem Dampfhammer, dass Island mehr ist als Björk und Vulkane. Und wir danken ihm dafür, dass er es genau so macht.

9,5/10
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr, aber anders 15. September 2010
Format:Audio CD
Es ist bei jeder erfolgreichen Band nur eine Frage der Zeit, bis unweigerlich meist der Sänger ein Soloalbum rausbringt. Egal, ob es eher finanzielle Anreize sind oder der kreative Wunsch, ohne Gruppen-Kompromisse oder in einem neuen Kontext arbeiten zu können, die die Bandleader auf Solopfade treiben, meist sind die Ergebnisse eher enttäuschend. Sei es, weil die Band ohnehin mitunter schon ziemlich so klingt wie das Soloprojekt oder sie es, weil die interne Reibung und Kommunikation überhaupt erst das ist, was das musikalische Produkt am Ende so einzigartig macht - den meisten Soloexkursen fehlt irgendeine wichtige Zutat, eine Art von Magie, die die Band hatte. Dieses Album ist tatsächlich eine der wenigen Ausnahmen. Auf Go gelingt es dem Frontmann von Sigur Rós, dem ja immanent von ihm mitgeprägten Grundsound der Band weiterhin gewachsen zu sein und doch eine dezidiert eigene Note einzubringen. Man wäre wahrscheinlich nicht überrascht gewesen, wenn Go ein reines Pianoalbum geworden wäre oder 75 Minuten nackter Gitarren-Whitenoise, beides würde das Spektrum der Musik von Jón Þór Birgisson und seinen Mitstreitern hergeben, beides wäre konsequent gewesen ' und ebenso richtig ist dieses Album, das überraschend leicht, poppig und offen daherkommt, den optimistischeren Klang des letzten Rós-Albums weiterträgt, die stärkere perkussive Note, die Tendenz, auch mal außerhalb des rein Isländischen zu singen, die Öffnung, die Schwerelosigkeit bei aller Vertracktheit. Während ein Track wie «Hengilás» oder «Grow Till Tall» absolut problemlos auch auf jede SR-Veröffentlichung passen würde, und auch der sich auftürmende Wall of Sound, der Streicher Bläser, Glockenspiel, Percussion und endlose andere Instrumente übereinanderstapelt wirkt vertraut. Neu ist aber der stark nach vorn gehende Beat, die Bündigkeit der Stücke, die Disziplin, sich nicht in endlosen Gitarrenorgien zu verlieren, der zumindest streckenweise Verzicht auf die große Geste und den großen Pathos. Vereinfacht gesagt machen Sigur Herbstmusik und dieses Soloalbum klingt nach Frühling, nach Auftauen, nach Wachstum ' Jónsis Spiritualität wirkt weniger märtyrerhaft, weniger schmerzverzerrt. Auf Songs wie «Around Us», «Go Do», «Sinking Friendships» oder «Tornado» geht es sogar regelrecht druckvoll zu, bei denen Jónsis Falsett zum Teil hummelhaft energiegeladen-optimistisch durch psychdelische Klanglandschaften springt, während man den klassischeren Arrangements immer wieder anhört, dass Produzent Peter Katis eben auch bei The National Erfahrungen gesammelt hat, wenn es darum geht, große Gefühle zu erzeugen («Kolniður»). Mitunter wirken die Arrangements von Nico Muhly vielleicht einen Hauch zu empathisch, zu wuchtig, zu viel, aber gerade diese Attacke auf die Ohren lässt die minimalistischeren, ruhigeren Stücke umso besser zur Geltung kommen. Dass Birgisson sich auf dem Cover-Artwork scheinbar LSD-bunte Engelsflügel anlegen lässt und und uns als mythische Figur kann kaum davon ablenken, dass dies das tatsächlichste weltlichste Album aus der Feder des Sigur Rós-Frontmanns ist, weit weniger rätselhaft und vernebelt als bisher, heller und einfacher. Dabei ist es zugleich die konsequente Weiterentwicklung von Trends des letzten Rós-Albums, was der Band vielleicht auch selbst Spielraum gibt, sich auf dem nächsten Album (wieder) neu zu erfinden, zu redefinieren, weil Birgisson einen Evolutionsschritt für sich selbst bereits weiter abgeschlossen hat. In das ohnehin durch viele Abschweifungen und Projekte gezeichnete Oevre von Sigur Rós passt insofern - fast analog zum Modell von Porcupine Tree ' diese Exkursion von Jónsi nahtlos ins Ganze und hat dennoch genug eigene Nuancen, um den Status als Soloalbum zu rechtfertigen ' more of the same, but different.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verzauberte Sinne. 22. Mai 2010
Von Stefan TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Zunächst einmal ein Kompliment an meinen Vorredner hier, durch seine Rezension und die Empfehlung von Amazon kam ich letztlich zu diesem genialen Album. Ich kannte die Musik von Jónsi und Sigur Rós vorher nicht und konnte daher völlig unvoreingenommen an dieses Werk rangehen. Was soll ich sagen, ich bin völlig begeistert von dieser genialen Musik und der Stimme von Jónsi, die mühelos alle Höhen und Tiefen erreicht und in der Tat wie nicht von dieser Welt wirkt.

Go do - Herrlich verspielter Sound mit allerlei unkonventionellen Mitteln, am auffälligsten die etwas schrägen Flötenklänge, dazu ein discoähnlicher Beat und eine eingängige Melodie. Relativ hohe aber supergeile Stimme.

Animal arithmetic - Der Hochgeschwindigkeits-Sound treibt den Titel regelrecht voran, dabei bedient man sich allerlei Gegenstände als Schlagzeugersatz. Auch hier wieder eine geile Melodie, die man gleich mitsummen kann. Klasse.

Tornado - Ist eher die Ruhe nach dem Sturm (Track 2). Herrlich gefühlvoll gesungen, wobei die Strophen in normaler Tonlage sind. Beim Refrain hebt die Stimme dann in höhere Lagen ab. Der Klavier- und Streichersound erzeugt eine herrliche Gänsehaut. Einfach nur wunderschön.

Boy lilikoi - Nach einem ruhigen Beginn hebt der Sound ab dem 1. Refrain regelrecht ab und gewinnt mächtig an Fahrt. Coole Trommelwirbel-Elemente und schräge Querflötentöne im Sound. Der Spannungsaufbau nach dem ruhigen Zwischenteil bis zum Finale ist einfach großartig, die Orchesteruntermalung tut dazu ihr Übriges. Dann explodiert der Titel nochmals richtig.

Sinking friendships - Ruhiger Titel mit schöner Melodie. Die verspielte Hintergrundmusik und die hohe Stimme von Jónsi entführen in eine andere Sphäre. Im Zwischenteil setzt dann ein nicht zu aufdringlicher Bass ein und die Sängerstimme rutscht kurz einige Oktaven tiefer.

Kolnidur - Auch ruhig kommt dieser Titel daher. Der Sound wirkt allerdings leicht bedrohlich, was durch gezielt gesetzte Streichereinlagen verstärkt wird. Jónsi beginnt stimmlich relativ weit unten und erklimmt nach und nach die Höhe. Alles läuft auf den einen herrlichen Refrain hinaus und der dramatische Spannungsaufbau bis dahin ist wirklich großartig.

Around us - Schöner schneller Dancepophit. Auch hier wieder ein schöne verspielte Hintergrundmusik. Zwischendurch wird immer mal das Tempo rausgenommen. Gut gelungen ist der Abspann des Titels, bei dem sich erst die Stimme dann die Soundelemente nach und nach in Nichts auflösen.

Grow till tall - Hier wird in erster Linie auf die hohe Stimme von Jónsi gesetzt. Der Sound schwingt zu Anfang im Hintergrund steigert sich aber von Strophe zu Strophe. Dann passiert etwas Ungewöhnliches: Ein heftiger, trommelartiger und schneller Sound setzt ein als der Song zum Finale ansetzt. Die Melodie bleibt ruhig und gelassen wird aber nach und nach vom heftigen Sound übertönt.

Hengilás - Hier wird Jónsi von einem schwermütigen Bläsersound begleitert. Schöne ruhige Melodie und ein guter Abschluss eines perfekten Albums.

Ich bin von diesem Album regelrecht verzaubert wurden. Eigentlich könnte es ständig in Endlosschleife bei mir laufen, und das Glücksgefühl, das sich dabei einstellt kannte ich bisher nur von einzelnen Titeln. Hier funktioniert das aber beim ganzen Album, deshalb gibt's auch keinen Favoriten unter den 9 Titeln, weil alle wunderschön sind. Jónsi schafft es mit allerlei unkonventionellen Mitteln erstklassige Popmusik zu machen. Und wenn ich beispielsweise Klavier, Glockenspiel oder Querflöte in diesen Titeln höre, dann ist das nicht nur wie so oft eine klassische Untermalung von Popmusik sondern fügt sich perfekt in die Musik ein und wirkt als könne da garnichts Anderes passen. Wohl auch dadurch wirkt dieses Album so frisch, lebendig und unverbraucht.

Tipp zum Schluss: Kopfhörer aufsetzten, diese CD einlegen, Play drücken und einfach wirken lassen. (Bei mir folgte dann pure Freude und Begeisterung)
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