Bei vielen Punkten dieses Buches fühlt man sich ertappt, weil man sich genau die Phrasen und Redewendungen angewöhnt hat, die der Autor in Frage stellt. Indem er Redewendungen, Anglozismen und Satzstellungen Wort für Wort zerpflückt, merkt man erst, wie viel Wortmüll im Laufe der Zeit entstanden ist und man diesen auch selbst, ohne darüber nachzudenken, benutzt.
Es ist fraglich, ob man es nach dem Lesen schafft, seinen Sprach- oder Schreibstil zu verbessern oder ob man eher über sich selbst, oder die angesprochenen Politiker und Vorgesetzten schmunzelt, anschließend aber zum "business as usual" (Grüße an den Autor) übergeht. Ich habe mir aber immerhin vorgenommen, auf das, was ich rede oder schreibe, besser zu achten.
Der Autor führt die in unterschiedlichen Situationen und Lebenslagen verwendeten Begriffe ad absurdum. Das Buch ist eine Sammlung hervorragender, guter, manchmal aber auch nur mittelmäßiger Glossen. Daher fiel es mir auf Grund mancher Durststrecken schwer, das Buch bis zum Ende zu lesen. Ab der Mitte des Buches fing ich an, das Buch nicht mehr Seite für Seite zu lesen, sondern durchzublättern und nur die Kapitel, die ich für interessant hielt, komplett zu lesen.