Eigentlich haetten sich die Fehlfarben spaetestens bei der Veroeffentlichung der "Glut und Asche" (1983) umbennen sollen. Mit Fehlfarben hat diese LP nicht mehr viel zu tun und von den original Fehlfarben sind auch nur noch Thomas Schwebel und Uwe Bauer dabei. Neu hinzu kam Uwe Jahnke, der auch wieder oder noch bei den Fehlfarben ist. Die LP Glut und Asche wurde von der EMI bereits 1991 als CD veroeffentlicht, damals allerdings ohne die Bonus Tracks, die auf der ganz neuen CD Version enthalten sind.
Auf Glut und Asche praesentieren die Fehlfarben deutschen Wave Pop vom feinsten. Das Album hat immer noch den Fehlfarben typischen melancholischen Unterton, den wir bereits von 33 Tage in Ketten kennen. Bei Glut und Asche wurde die Perfektion der Texte und Arrangements an die Spitze des moeglichen getrieben. Mehr ging nicht und es kam auch (erstmal) kein Nachfolger. Es wurde viel mit Streichern und den typischen Wave Einfluessen der 80er experementiert. Alles in allem ist es eine wunderschoene, fast schon romantische Platte. Die Texte sind sehr gelungen und haben einen hohen Anspruch. Vielleicht haben wir Alben wie diesem sogar Bands wie Element Of Crime zu verdanken. Es ist eine super Produktion mit glasklarem und sehr reinem Klang.
Ob diese CD in die Fehlfarben Sammlung gehoert, darueber laesst sich vielleicht streiten. Sie gehoert aber definitiv in die Sammlung der besten Alben der 80er und aller Zeiten. Glut und Asche hat zumindest mit den Monarchie und Alltag Fehlfarben der fruehen 80er und mit den heutigen Fehlfarben (Knietief im Dispo) rein gar nichts mehr gemeinsam. Ein Vergleich eruebrigt sich damit auch. Glut und Asche weist eher Parallellen mit dem auf, was zu dieser Zeit in Duesseldorf sonst noch so entstanden ist. (Krupps, Propaganda etc.) Wer gerne gut gemachte deutsche Popmusik mit Anspruch mag, so wie sie heute von der Hamburger Schule verkoerpert wird, der wird diese CD lieben. Als Bonus Tracks sind die Stuecke der viel gesuchten 1983er 12"Maxi "14 Tage" enthalten.