Lucas lebt zwar in Argentinien, aber sein Leben unterscheidet sich kaum von dem anderer Teenager rund um die Welt (mal abgesehen von der 3. Welt). Er langweilt sich, hört coole Musik, probt mit seiner eigenen Band, hängt mit seinem Freund herum, flirtet mit einem gleichartigen Mädchen.... aber er schnüffelt auch an Klebstoffen, besäuft sich bis an die Grenze, muss dann kotzen und er experimentiert mit seiner Sexualität. So kommt er körperlich nicht nur dem Mädchen näher, sondern auch seinem besten Kumpel... doch so richtig zur Sache geht es (noch) nicht. Knutscherei und Fummeln, auch mal ein Griff zwischen die Beine...
Muss man sich das anschauen? Den relativ langweiligen Alltag eines 15-jährigen? Okay, die Kameraführung ist außergewöhnlich, ein Hauch von "Dogma" kommt auf. Aber für meinen Geschmack gibt es zu wenig Handlung; musste beim Schauen über längere Strecken sogar mit aufkommender Müdigkeit kämpfen. Neue Erkenntnisse bringt der Film jedenfalls nicht.
Die Jungs spielen ganz gut, aber der weibliche Teenager kann mit seiner Kunst nicht gerade überzeugen. Wirkt ein wenig wie die Hauptdarstellerin in "Verliebt in Berlin", oder wie diese Vorabendserie heißt. Und auch bei diesem Film ist die homoerotische Komponente nur recht schwach am Rande auszumachen. Wer einen "schwulen" Film erwartet, wird auf alle Fälle enttäuscht werden.