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Der Musik und nur der Musik gilt es hier zu frönen. Kein intrigenreiches oder galantes Libretto, kein Koloraturfeuerwerk, kein Protz und Prunk lenken von dem ab, was für Gluck das Wesentliche war: das "Wahrhaft-Menschliche" in der Musik. Eine ungemein moderne Ansicht. Und so herrscht ergreifende Schlichtheit, ja fast versteinerte Trauer und lyrische Innigkeit, als Orphée seinem Schmerz in einem kleinen klassischen Lied Ausdruck gibt. "Ach', ich habe sie verloren", stimmt er an, als er gegen das Geheiß der Götter die Geliebte anblickt, worauf diese tot hinsinkt.
"Diese furchtbare Verlassenheit nicht aus solcher Musik zu vernehmen", schrieb einst der große Musikforscher H. J. Moser, "bezeichnet jene flachen Durchschnittsnaturen, die den Schmerz nur als große Pose kennen." Dem ist nichts hinzuzufügen. Doch: L'amour wird von der kaum 16-jährigen Marion Harousseau dargestellt, noch ein Superlativ in dieser Aufnahme, die voll von solchen ist. --Teresa Pieschacón Raphael
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