Nach dem genialen Konzert im Rock Temple (Kerkrade NL) vor geschätzten 50 restlos begeisterten Fans hatte ich noch die Gelegenheit, mich ein wenig mit Larry Barragan zu unterhalten. Dass er auch eine Frage an mich hatte, kommt nicht von ungefähr...sie lautete: 'Do you also like the new album?' Nun, verlangte man von mir, mich musikalisch auf einen Stil festzulegen, so würde ich mich als Thrasher bezeichnen, especially Death Angel, Exodus, Slayer and Testament rule!!! Von daher war es keine Höflichkeit, die mich dazu veranlasste mit 'The new album kills, I am a thrasher any way!' zu antworten. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer! Helstar hatten bislang Staccato ' Riffs (Remnants of War!), Hymnen (Distant Thunder!) sowie Progressives (Nosferatu!) zu bieten. Dass ich als Thrasher Helstar seit 1986 zu meinen absoluten Faves zähle, obgleich ihre Musik bis dato kein Thrash war, sollte eigentlich alles zu den Qualitäten dieser tollen Band sagen.
Helstar haben sich bereits auf The King of Hell in die thrashige Richtung entwickelt, und Glory of Chaos ist lupenreiner Thrash. Natürlich hat die Band ihre Identität nicht verloren, und schon gar nicht die Beherrschung ihrer Instrumente. Aber wer von Helstar primär Progressives oder Hymnen erwartet, der sollte besser vorher mal rein hören statt bedenkenlos zuzugreifen. Auf der anderen Seite sollten Thrasher, die Helstar bislang nicht kannten oder sie für zu seicht hielten, UNBEDINGT mal rein hören, denn dieses Album ist ein Brett.
Anspieltipps für Liebhaber von Hymnen: Pandemonium, Trinity of Heresy
Anspieltipps für Thrasher: Alma Negra, Bone Crusher, Anger