Kurzbeschreibung
Formen und Dynamiken globaler Verflechtungen stehen in der Wirtschaftsgeographie seit jeher im Zentrum der Aufmerksamkeit. Umso erstaunlicher ist das geringe Wissen über Globale Wertschöpfungsketten, wenn es um den Handel mit Dienstleistungen geht. Die Autorin untersucht anhand von Pauschalreisen die Koordination von touristischen Wertschöpfungsketten und zeigt detailliert, wie speziell zwischen disparaten Rechtsräumen ohne sichere Institutionen Handel koordiniert wird. Sie legt so die Theoriegrundlage für die Anwendung des Konzepts der Globalen Wertschöpfungsketten in der Tourismusforschung.
„Es ist zu hoffen, dass diese Arbeit einen Anstoss bildet, sich in der geographischen Tourismusforschung vermehrt mit Wertschöpfungsketten zu beschäftigen. ... Die vorliegende Untersuchung bildet dazu – nicht zuletzt wegen ihrer starken theoretischen und methodischen Fundierung sowie der umfangreichen Literaturrecherchen – eine solide Basis.“
Hans Elsasser, GEOGRAPHICA HELVETICA 66/1 (2011) „Die theoretischen Grundlagen und konzeptionellen Ansatzpunkte werden mit einer konzisen Vorstellung des
Global value chain-Ansatzes und einer integrierten Synopse von Grundgegebenheiten im touristischen Marktsegment mit den quellmarkt- und zielmarktbasierten Akteuren überzeugend, gut nachvollziehbar und anschaulich aufbereitet. ... Die Arbeit ist ... als wichtiges Beispiel der Integration von theoretischen Konzepten in den tourismuswissenschaftlichen Kontext eindeutig zur Lektüre zu empfehlen.“
Andreas Kagermeier, ZEITSCHRIFT FÜR WIRTSCHAFTSGEOGRAPHIE 54/3-4 (2010)