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Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg
 
 

Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg (Broschiert)

von Michael Chossudovsky (Autor)
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 476 Seiten
  • Verlag: Zweitausendeins; Auflage: 3. (1. Januar 2002)
  • ISBN-10: 3861504413
  • ISBN-13: 978-3861504412
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 49.064 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Michel Chossudovsky: Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg.

Prof. Michel Chossudovsky gelingt es in seinem Buch, den aggressiven, antidemokratischen Geist der Globalisierung so deutlich ans Licht zu zerren, wie es bislang noch kaum jemandem gelungen ist. Das Buch hat alle Merkmale eines künftigen Standardwerks der Globalisierungskritik. Die Allianz der Reichen - unter Führung der USA - forciert die Globalisierung der Armut, der Umweltzerstörung, der sozialen Apartheid, des Rassismus und der ethnischen Zwietracht. IWF und Weltbank untergraben systematisch alle Bereiche der städtischen und bäuerlichen Wirtschaft in den armen Ländern, die nicht direkt den Interessen des globalen Marktsystems der Multis dienen. Obwohl die Weltbank den Auftrag hat, die Armut zu bekämpfen und zum Umweltschutz beizutragen, unterstützt sie den Prozess der Entwaldung, die beschleunigte Zerstörung der Natur und die erzwungene Vertreibung von Millionen von Menschen, die der Entwicklung neuer Großprojekte im Wege sind. Die Landwirtschaft wird geschwächt, die Selbstversorgung zerstört. Das Buch zeigt, wie die WTO in eklatanter Weise in nationale Gesetze und die Verfassungen der Mitgliedsstaaten eingreift, während sie globalen Banken und multinationalen Konzernen ausgedehnte Rechte verleiht und ihnen Handelspraktiken erlaubt, die an kriminelle Handlungen grenzen.



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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Brutal kompetent, 3. Oktober 2003
Chossudovsky beschreibt die dramatische Kapitalakkumulation in den Händen Weniger und mit allen Mittel - auch und konsequenterweise durch Krieg. Geradezu minutiös geht er alle Krisenherde der letzten Jahrzehnte durch und zeigt die Verflechtungen geopolitischer mit wirtschaftlichen Interessen auf: Von Ruanda und Äthiopien über Indien, Bangladesh und Vietnam nach Brasilien, Peru und Bolivien - es geht um politischen Einfluss, um Rohstoffe, um Kontrolle der Währungen. IWF und CIA arbeiten eng zusammen - auch bei der Destabilisierung von Staaten wie auf dem Balkan und der ehemaligen Sowjetunion. In der Neuauflage ergänzt Chossudovsky seine Analyse um die Hintergründe der Terrorattacken des 11. September 01 und die verborgenen Ziele des amerikanischen Krieges. Nach seiner Meinung stellt die angebliche „Kampagne gegen den internationalen Terrorismus" einen Eroberungskrieg dar und „erfüllt den Tatbestand dessen, was bei den Nürnberger Prozessen als schwerstes Verbrechen galt: Verschwörung gegen den Weltfrieden". Und er kündigt das nächste große Ziel des globalen Finanzkapitals an: Die Deregulierung des chinesischen Kreditwesens, die nach Chinas Aufnahme in die WTO „zu einer tödlichen Welle von Bankrotten" und zu einer „Destabilisierung der Landeswährung" führen wird. Damit sind „massive Arbeitslosigkeit und soziale Unruhen vorprogrammiert". Damit der Dollar hoch leben kann, müssen ganze Staaten zu Boden gehen. Chossudovsky (lehrt derzeit in Ottawa) schreibt nicht nur über die Folgen der Globalisierung, er handelt auch: In Seattle und Genua war er einer der „intellektuellen Aktivisten".
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Weniger wäre mehr - so nur Turbo-Antikapitalismus, 12. April 2007
Von Dietrich Marquardt (Frankfurt/M, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Über weite Strecken gibt der Autor Informationen, die offenbar zuverlässig recheriert sind. Was er über die Wirtschaftspolitik der führenden westlichen Industriestaaten und ihrer internationalen Finanzorganisationen gegenüber relativ unentwickelten Ländern zusammenstellt, ist bestürzend. Deutlich wird die einseitig interessengeleitete und in ihren Auswirkungen oft verhängnisvolle Politik von Deregulierung und "freier Fahrt" für die Konzerne (unter dem Anstrich des freien Welthandels).

Der Autor lässt sich aber von seiner verständlichen Empörung über das Ziel (etwa die Wirkungsmechanismen und Grenzen der genannten Entwicklungen darzustellen) hinaustragen. Da wird dann im Kapitel über den Zerfalls Jugoslawiens einfach ignoriert, dass dieses Land gerade in den Zeiten des Kalten Krieges bereits eine (politisch gewünschte) hohe Verschuldung im Westen aufwies und vermutlich wirtschaftlich nie "auf eigenen Füßen" stand. Da wird mit den zwölf (von insgesamt fast 500) Textseiten ein ganzer Subkontinent wie Indien auch noch "analysiert". Das kann nur daneben gehen und tut es gerade im Falle Indiens auch. Zumindest dieses Land hat sich geschickt der Möglichkeiten der Globalisierung bedient und ist nicht, wie vielleicht andere Länder, ein Opfer derselben. Auch die Gegenkräfte, die weiterhin für eine einigermaßen regulierte Wirtschaftsentwicklung in Ländern wie Indien wirksam sind, können entsprechend nicht ausreichend gewürdigt werden. Der Autor unterliegt damit einer Art von Überheblichkeit, die er im Hinblick auf die Politik etwa des IWF zu Recht ablehnt. Diese Art von Turbo-Antikapitalismus versperrt eher die Sicht auf reale Widersprüche als sie zu öffnen und damit auch Eingriffsmöglichkeiten auszuzeigen.

Als sei der Anspruch Bedeutsames zur wirtschaftlichen Entwicklungen in einem Dutzend, zum Teil sehr großen, Ländern, darzulegen noch nicht genug wird auch noch relevantes und irrelevantes Material zum "11. September" und seinen Folgen ausgebreitet. Da fehlt dann jede sinnvolle Selbstbescheidung. Weniger wäre mehr. Die Kapitel zu einzelnen Ländern sind als Momentaufnahmen nicht ohne Interesse. So aber unterliegt die Fülle des Materials in Summe einer Art von selbstverschuldeter Entwertung.
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