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Global Icons: Globale Bildinszenierung und kulturelle Identität
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juni 2011
Dieses Buch ist einfach herrlich. Als ich es in die Hände bekommen habe, konnte ich es kaum mehr weglegen. Eine Publikation, die auch hält, was sie verspricht. Global, das heißt hier tatsächlich raus aus Europa. Man spürt, dass hier das wissenschaftliche Resultat einer abenteuerlichen Reise durch viele Länder vorliegt. Handfeste Aussagen aus objektivem Insiderblick, recherchiert quer durch Kulturen und Orte. Eine umfassende Perspektive verbindet sich mit phantastischem Bildmaterial. Die Frage nach Kontinuitäten und Brüchen in den Wechselbeziehungen zwischen Europa und der globalen Bilderwelt zieht sich wie ein roter Faden durch den wachen, gelehrten Diskurs. Irgendwie könnte man Lydia Haustein gar als Visionärin betrachten, schon seit einiger Zeit kursiert die Lektüre als Geheimtipp der jungen Studentengeneration.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Buchbesprechungen sollten ja auch dazu dienen, gute Tipps weiterzugeben. Auf die Kunsthistorikerin Lydia Haustein wäre ich jedenfalls kaum gestoßen, wenn mir ein Student der Kunsthochschule Berlin-Weissensee nicht gemailt hätte, meine Nase in ihr Buch zu stecken würde sich bestimmt lohnen. Und dem ist tatsächlich auch so. Seit der inflationären Verbreitung des Begriffs "Icon", ist auch die Flut an Publikationen angeschwollen, unter denen sich viele Titel mit Erklärungsversuchen der Globalisierung beschäftigen. Ein solches Anliegen verfolgt auch Lydia Haustein. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Autoren begnügt sie sich nicht mit den üblichen oberflächlichen und pauschalen Deutungen und einigen Ausführungen zur Macht der Bilder. Dass sie mit ihrer Analyse Neuland betritt und fast auf jeder Seite mit Überraschungen aufwartet, liegt sicher auch an ihren zahlreichen Forschungsaufenthalten in Lateinamerika, Asien und Afrika. Ihre Argumentationen stammen also nicht aus abstrakten Räumen isolierter Elfenbeintürme, sondern beruhen auf einer gelungenen Kombination eigener Beobachtungen und intensiver Verarbeitung bestehender Quellen. Zudem veranschaulicht sie ihre Analysen mit Bildmaterial, das schlicht und einfach großartig ist. Vor allem wenn man bedenkt, wie undurchsichtig und kompliziert sich das gegenwärtige Copyright präsentiert. Allein die über 130 Abbildungen rechtfertigen den Kauf dieses Buches. Wäre das Buch erst heute erschienen, würden sich bestimmt auch Aufnahmen aus Sao Paulo finden, wurde doch die 11-Millionen-Metropole von allen Ikonen der Werbeindustrie gereinigt. Ein weltweit einzigartiges Experiment, das die Autorin sicher ebenso verfolgt wie ich.

Die gestellten Fragen sind nicht neu, aber deswegen nicht weniger aktuell. Welche Projektionsflächen haben universellen Charakter? Wie ist das Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Konstruktion? Wie verändern neue Medien die Wahrnehmung und die Vermittlung von Inhalten? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz? Was schafft Identität und was löst sich auf? Wer trägt wofür Verantwortung? Lassen sich globale Orte mit wissenschaftlichen Mitteln beschreiben und festhalten? Wann wird eine Ware, eine Mode oder eine Subkultur zur Ikone? Ist Pop eine Weltsprache, die von allen verstanden wird? Wie wird Wissen und Wahrnehmung geordnet? Welche längerfristigen Auswirkungen haben Katastrophen, die zum Medienereignis wurden? Wo verläuft die Trennungslinie zwischen dämonischen und charismatischen Ikonen? Welche Rollen haben Internet und Computerspiele tatsächlich? Das sind nur einige der Fragen, die Lydia Haustein aufwirft. Ihre Antworten versteht sie jedoch immer als Möglichkeiten und nie als Wahrheiten. Auch wenn man als Leser und Betrachter oft das Gefühl hat, sie komme wohl dem Kern sehr nahe.

Lydia Haustein richtet sich an ein interessiertes Publikum, das sich von einigen Fachbegriffen nicht verunsichern oder stören lässt. Aber wenn sie Adorno oder andere Größen zitiert, dann nur, um eigene Thesen wissenschaftsgeschichtlich einzubetten und zeitgemäße Übersetzungsarbeit zu leisten. Die sprachlichen Formulierungen der Autorin sind erstaunlich geschmeidig und dennoch präzis. Nie hatte ich das Gefühl, Lydia Haustein müsse sich und den Lesern verbal beweisen, ihre Analysen und Betrachtungen würden auf sicherem wissenschaftlichem Boden stehen. Das nimmt man ihr auch ab, ohne überflüssige Verkomplizierungen.

Mein Fazit: Ein Tipp, den ich gerne all jenen weitergebe, die sich intensiv mit globaler Bildinszenierung und moderner Ikonographie beschäftigen. Und das Bildmaterial ist so großartig, dass sich der Kauf sogar dann lohnt, wenn man nicht jeder Ausführung folgen will. Kunstgeschichte, Wissenschaft und Beobachterlehrgang in einem. Und natürlich fehlt auch die politische Komponente nicht.
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