In der Retrospektive ist "Glimmer Man" der wirklich letzte gute Film von Steven Seagal. Deshalb auch die gute Wertung.
Seagl spielt den Polizisten und Ex-CIA Mann Jack Cole, der mit seinem Partner Keenan Ivory Wayans einen religiös motivierten Killer jagd. Dabei geraten beide in ein Netz aus Gewalt, Russenmafia, den religösen Killer (der nicht der einzige ist [mehr wird nicht Verraten]), einen zwielichtigen reichen Geschäftsmann mit Einfluss und der CIA. Seagal spielt wie immer den mimischen Stein, der mit buddhistischen Weisheiten nicht geizt, aber in den wirklich guten Material Arts Kämpfen (und dem rasanten Feuergefecht am Ende) noch einmal seine Klasse
zeigt. Wayans als "cooler" Gegenpart macht seine Sache auch gut, zmal er in den Actionsezenen mithalten kann.
Auch wenn die Versatzstücke bekannt sind: Seagal als geheimnisvoller Held mit überragenden Eigenschaften ("Schon mal den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske bestiegen? - Ja. [Der Kenner weiss, was gemeint ist]", die düstere Szenerie, die von "Sieben" abgekupfert ist und die Thematik des "Buddy-Movies"/ Jagd nach einem Serienkiller, schafft es der Film alles zu einem kurzweiligen und rasanten Vergnügen zu verbinden, bei dem am Ende wirlich nur die Guten übrigbleiben. Dabei ist die 16er Freigabe knapp an der Grenze, da einige Szenen eigentlich ab 18 sind.
Im Gegensatz zu meinen sonstigen Besprechungen zu Steven Seagal kann ich den Film empfehlen, da er noch einmal zeigt, was Seagal draufhatte, bevor er in B und C Filmen verschwand.