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Gletscher im Treibhaus: Eine fotografische Zeitreise in die alpine Eiszeit
 
 
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Gletscher im Treibhaus: Eine fotografische Zeitreise in die alpine Eiszeit [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Zängl , Sylvia Hamberger
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 39,80 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Preis für beide: EUR 56,70

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 271 Seiten
  • Verlag: Tecklenborg (März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934427413
  • ISBN-13: 978-3934427419
  • Größe und/oder Gewicht: 30,6 x 24,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 451.298 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wolfgang Zängl
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine fotografische Zeitreise in die alpine Eiswelt. Die Gletscher der Alpen schwinden. In welch alarmierendem Tempo, das zeigen die Aufnahmen in diesem Buch. Postkarten und Fotografien vom Anfang des letzten Jahrhunderts stellt die Gesellschaft für ökologische Forschung e. V. aktuellen, aus der gleichen Perspektive fotografierten Bildern gegenüber. Der Vergleich zwischen damals und heute ist erschütternd. Doch das Buch illustriert den Gletscherschwund nicht nur, es informiert auch über Ursachen und Folgen. Schmelzende Gletscher sind das sichtbarste Zeichen einer globalen Klimaerwärmung. Mit den Eiskappen verschwindet nicht nur ein Teil der Schönheit der Alpen, ihr Schrumpfen bringt auch Murenabgänge, Erdrutsche und Gerölllawinen mit sich, ein wichtiger Wasserspeicher geht verloren, neue Gletscherseen bedrohen Ortschaften. Mit umfangreichem historischem und aktuellem Bildmaterial sowie informativen und spannenden Textbeiträgen legt das Buch "Gletscher im Treibhaus" Zeugnis ab über eine schwindende Landschaftsform.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch des Jahres 17. September 2004
Von Tom
Format:Gebundene Ausgabe
"Gletscher im Treibhaus" ist nicht nur für mich eindeutig das Buch des Jahres, wurde es doch mit großem Aufwand, Engagement, aber auch Mut und Geduld hergestellt. Zudem haben es Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger geschafft, ihre Botschaft glasklar in Bild zu setzen: Gletscher sind die "Fieberthermometer der globalen Klimaerwärmung", als Indikatoren sind sie gleichsam natürlich prädestiniert" (siehe Einleitung S.8).
Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger haben 5000 alte Abbildungen (Postkarten, Zeichnungen, Drucke) zusammengetragen und sich jahrelang auf die Suche nach den Standorten jener Fotografen und Maler gemacht, die von der Jahrhundertwende bis zur Nachkriegszeit staunend die prächtigen Gletscher der Alpen auf Zelluloid bzw. Leinwand bannten. Von diesen Standorten wurden nun aus derselben Perspektive aktuelle Fotos aufgenommen. Probleme, Strapazen und Wagnisse waren dabei quasi vorprogrammiert - Wetterbedingungen, schwere Zugänglichkeit der Standorte, Detektivarbeit bei der Auffindung der Standorte gehörten zum Alltag der Foto-Teams.
Das Ergebnis ist eine beeindruckende Zeitreise, die nicht nur den Wandel der Eiswelt zeigt, sondern auch die Entwicklung des Menschen, der Technik, des Umgangs mit der Natur usw.
Beispiel Gletscher: Von der Imposanz einer Pasterze oder eines Aletschgletschers z.B. ist wenig geblieben, von vielen mächtigen und überquellenden Eisflüssen blieben harmlose Bäche oder glatt geschliffene Felsen, die auf den Bildern wie Stein gewordene Eisfossile aussehen.
Beispiel Berghütten: Manche zeigen sich heute unverändert als jene urige Almhütten, die man auf den alten Bildern sieht, manche erlebten Zu- und Ausbauten, manche verschwanden oder wurden durch neue ersetzt. Alle aber sind ein großes Stück von den Gletschern abgerückt, oder besser: die Gletscher von den Hütten.
Zum Umgang mit der Natur: Wo auf den alten Bildern noch Idylle pur zu sehen ist, durchziehen nun Straßen, Lifte und Pisten die Landschaft. Aus Wegen sind Hochstraßen, aus Dörfern Ansammlungen von Hotels, aus Labestationen Parkhäuser mit Kiosken und Restaurants (siehe Stilfser Joch) geworden. Zeugnisse der Leichtfertigkeit, mit der der Mensch seit jeher mit der Natur umgeht.
Den dicken Bildband wird man nicht bloß durchblättern, man wird Aufnahme für Aufnahme vergleichen, wird manchen Gletscher, manchen Weg, manche Hütte wieder erkennen und Erinnerungen an sie knüpfen. Der junge Betrachter wird staunen, der ältere wird wehmütig in Zeiten zurückversetzt, als man von der Hüttentür noch direkt auf den Gletscher steigen konnte, die Hütten noch Hütten waren und keine Berghotels und als die Berge noch Rückzugsgebiet und kein Disneyland waren.

So gesehen ist "Gletscher im Treibhaus" ein zu bewahrender Schatz, denn auch die Bilder von 2000 werden bald Geschichte sein. Dieser herrliche Bildband ist ein Zeitzeugnis mit Ewigkeitswert, denn sterben die Gletscher weiter so rasant, wird nichts anderes von ihnen bleiben - als Bilder.

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Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Bildband "Gletscher im Treibhaus" führt seine Leser in "Eine fotografische Zeitreise in die alpine Eiswelt". Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger informieren zusammen mit anderen Experten über Ursachen und Folgen des Gletscherschwunds. Innerhalb von vier Jahren waren sie dafür wiederholt mit ihrem Team in den Alpen, um den bestürzenden Schwund zu dokumentieren.

Die Autoren haben zahlreiche Postkarten mit alpinen Gletschern als Motiv von Anfang des letzten Jahrhunderts gesammelt. Zwischen 2000 und 2003 fotografierten sie aus der gleichen Perspektive Vergleichsbilder, die den rapiden Gletscherschwund dokumentieren. Die Bildvergleiche stehen im Mittelpunkt des ersten Teils des Bildbandes "Gletscher im Treibhaus" und sind nach den alpinen Gebieten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien unterteilt. Zu manchen Motiven werden Bergführer, Zeitungen oder berühmte Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe zitiert.

Im zweiten Teil kommen verschiedene Experten zu Wort, die in ihren spannenden Beiträgen über Ursachen und Folgen des Gletscherschwunds informieren. Im ersten Artikel "Herzliche Grüße vom wunderbaren Gletschergebiet" kontrastiert Sylvia Hamberger die alten Postkarten von den schönen, weißen Alpen mit der heutigen Realität von Gletschern, die durch Moränenschutt, Wüstensand und Schmutzpartikel schwarz gefärbt sind.

Im Kapitel "Gletscher im Brennpunkt des Klimawandels" zeigt Max Maisch wieso Gletscher Klimazeugen der Erdgeschichte sind. Schmelzende Gletscher sind das sichtbarste Zeichen einer globalen Klimaerwärmung. Klimaforscher Mojib Latif geht in seinem Text "Der globale Klimawandel" auf den Treibhauseffekt ein und nimmt unmittelbare Auswirkungen des heißen Sommers 2003 unter die Lupe. In "Bergsteigen im Treibhaus" stellt Stefan Witty die zunehmenden Gefahren des Bergsteigens durch verstärkte Stein- und Eisschläge, Spaltensturzgefahr und anderes vor.

Wolfgang Zängel erklärt im Kapitel "Von Kyoto nach Bagdad und zurück" warum Gletscher heutzutage verstärkt schmelzen. Auslöser ist unter anderem die zunehmende Energieerzeugung. Am Beispiel von Deutschland erläutert er, wie sinnlos Kohlendioxid erzeugt wird. Diese und andere eindringliche Artikel führen dem Leser Ursachen und Folgen des bestürzenden Gletscherschwunds vor Augen.

Die zahlreichen aktuellen Fotografien der Alpen als Vergleichsbilder jahrzehntealter, meist schwarzweißer Postkarten beeindrucken und bestürzen zugleich. Die Farbfotos dokumentieren eindringlich, wie sich eine Landschaft innerhalb eines Jahrhunderts dramatisch gewandelt hat. Verschiedene Grafiken wie die schematische Darstellung des Treibhauseffekts veranschaulichen die Texte der Gletscher-Experten.

Im Anhang werden die Herausgeber und Autoren des Bildbandes in kurzen Portraits vorgestellt. Außerdem gibt es ein Gletscher- und Hüttenregister zum Nachschlagen.

Mit den Eiskappen verschwindet nicht nur ein Teil der Schönheit der Alpen. Ihr Schrumpfen bringt auch Erdrutsche und Gerölllawinen mit sich, ein wichtiger Wasserspeicher geht verloren, neue Gletscherseen bedrohen Ortschaften. "Merkwürdigerweise stehen die Gletscher jedoch trotz ihres rapiden Rückgangs immer noch für intakte Natur und ewiges Eis", erklärt Wolfgang Zängel.

"Gletscher im Treibhaus" ist ein facettenreicher Bildband für Menschen, die sich mit ihrer Umwelt beschäftigen ebenso wie für passionierte Bergsteiger und Liebhaber der alpinen Landschaft. "Eine fotografische Zeitreise in die alpine Eiswelt" wird durch die wertvollen Experten-Beiträge vervollständigt. Der beeindruckende Bildband öffnet seinen Lesern die Augen und macht deutlich, dass die Alpen, wie wir sie heute kennen, nicht mehr lange existieren werden!
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