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Glennkill: Ein Schafskrimi
 
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Glennkill: Ein Schafskrimi (Gebundene Ausgabe)

von Leonie Swann (Autor)
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (422 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 21., Aufl. (3. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442301297
  • ISBN-13: 978-3442301294
  • Originaltitel: Glennkill
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (422 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 32.640 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

    Beliebt in dieser Kategorie:

    Nr. 20 in  Bücher > Krimis & Thriller > Nach Genres > Tierkrimis

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

“Gestern war er noch gesund”, sagt Maud. Aber heute, da liegt er schon im saftigen irischen Gras, neben dem Heuschuppen unweit des Feldwegs, ihr Schäfer: niedergemäht von einem spitzen Spaten in der Brust. Eine einzelne Krähe hat sich auf seinem wollenen Norwegerpullover niedergelassen „und äugte mit professionellem Interesse in sein Innenleben“.

Die vorwitzige Krähe und die witzige Sprache sind bei weitem nicht das Originellste an dem Debütroman der 30-jährigen Münchner Autorin und Irland-Freundin Leonie Swann. Das Originellste sind mit Abstand Maud und ihre Truppe. Denn Maud, die auch den ersten Satz des Buches sagen darf, ist ein Schaf, das besonders gut riechen kann und sehr stolz darauf ist. Gemeinsam mit dem Leitwidder Sir Ritchfiled versucht sie, dem Mörder auf die Schliche zu kommen, wobei sich vor allem Miss Maple, die Klügste der Herde, mit Brillanz hervortut. Die Frage, wie man einen Mörder findet, ist dabei Teil der Aufgabe. Denn natürlich ist Miss Maple ob ihres Tierseins (und ganz anders als ihre menschliche Namensgeberin von Agatha Christie) nicht gerade geübt im detektivischen Ermitteln. Aber nachdem sie den Fall mit ihren Kollegen in endlosen nächtlichen Stall-Diskussionen mehrmals wiedergekäut hat, lichtet sich das Dunkel...

Was soll man sagen: Glennkill ist ein tierisch gutes Buch. Ein „schafes“ Buch sogar. Wer immer gedacht hat, dem Genre des Krimis sei nichts Neues mehr abzugewinnen, der kann sich hier eines besseren belehren lassen. Man muss die kriminelle Sache einfach einmal durch die Wolle eines Schafes sehen. Schafe sind eben doch die klügeren Menschen. Glennkill beweist das auf überaus amüsante -- und spannende! -- Art und Weise von Seite zu Seite neu. -- Stefan Kellerer

kulturnews.de

Der Schäfer George Glenn wird tot auf seiner Weide aufgefunden, aus seiner Brust ragt ein Spaten. Das ist unschön und sieht nach Fremdeinwirkung aus. Und: Es verlangt Nachforschungen. Also beginnt Miss Maple, der Sache auf den Grund zu gehen. Nein, kein Schreibfehler - nicht die Miss Marple, Agatha Christies kultivierte Lady, interessiert sich für den Fall, sondern das klügste Schaf aus George Glenns Herde. Schaf? Herde? Ja, genau: Leonie Swann lässt in „Glennkill" eine Schafsdame ermitteln. Gelesen wird diese äußerst amüsante Geschichte von Andrea Sawatzki. Der Schauspielerin, bekannt als Tatort-Kommissarin, gelingt es, den dubiosen Todesfall spannend zu erzählen und gleichzeitig die unterschiedlichen Stimmungen in der Herde sprachlich einzufangen. Der Schafskrimi „Glennkill" ist kurzweilig und überraschend. Kurz: eine Entdeckung! (rs)

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54 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Aussergewöhnlich sympathisch! [Mein Lieblingsbuch 2005], 13. Januar 2006
Ein kleiner Artikel in einer Illustrierten machte mich auf "Glennkill" aufmerksam. Sorgfältig tippte ich Titel und Autorin in mein Handy um das Buch baldmöglich zu kaufen. Es sollte ein Geschenk werden. Für meine Schwester. Immerhin ist sie ''Hüterin'' einer Genpool Datenbank für eine vom Aussterben bedrohte Art von Schafen. Alles was mit Schafen zu tun hat wird von uns sofort genauer unter die Lupe genommen und wenn's gefällt, sofort gekauft. - Auf die Idee, dass meine Schwester sich das Buch selbst kauft, kam ich erst gar nicht! Aber es kam so, wie es kommen mußte. So wie Weihnachten vor 10 Jahren, als wir uns gegenseitig "Ein Schweinchen namens Babe" auf Videokassette schenkten. Auch in diesem Film ging's um Schafe. Die konnten sogar reden. - Genauso ist es in "Glennkill"! Ein Kriminalfall aus der Sicht einer Schafherde. Irgendwo in Irland spielt das Ganze ... ein Krimi auf der grünen Wiese. Die Hauptrolle spielen George Glenns (schlaue) Schafe und natürlich ganz viel Gras und andere Lieblingskräuter der sympathischen Tiere!

Viel mehr, als dass der Roman von einem toten Schäfer handelt, der eines Morgens mit einem Spaten in der Brust aufgefunden wird, wußte ich vor dem Lesen nicht. Und - wenn mich wer fragt - Ja sehen Sie! Sie lesen das hier ja. Also hier meine Antwort: - Es tut auch nicht Not MEHR über den Inhalt zu wissen. In jedem Krimi geht es darum einen Täter zu finden. So auch in diesem. Nur, dass hier einige besonders kluge oder intelligente oder vorwitzige Schafe die Hauptrollen spielen. Eine außergewöhnliche Art einen Kriminalfall und seine Auflösung zu schildern. Ein außergewöhnlich sympathischer Schreibstil der Autorin. Und zuletzt ein außergewöhnliches Ende. Obwohl wir doch alle erwarten, dass das Ende unerwartet ist - oder nicht?

Ich empfehle es jedenfalls gerne und guten Gewissens weiter. Es macht unheimlichen Spaß die Ermittlungen der Schafe zu verfolgen. Die Welt und die Menschen um sie herum, aus ihrer Sicht zu betrachten. Sie brauchen zwar eine Weile bis "etwas herauskommt", aber bis dahin habe ich als Leser mich so angenehm unterhalten gefühlt, wie schon lange nicht mehr. Sogar mehrmals laut aufgelacht, und sowieso ständig geschmunzelt, wenn "Mopple the Whale" seine Auftritte hatte. Eine Mischung aus Rührung, Humor, Weisheit, Grausamkeit - ach, es ist eine geniale Mischung. Ausgewogen und m.E. ein Garant für eine einmaliges Leseerlebnis.
(Dennoch hoffe ich, dass die Autorin irgendwann wieder zuschlägt. Warten Sie bitte nicht so lange bis Gras über die Sache wächst, Frau Swann. Es gibt genug anderen Stoff, der noch interessant wäre ihn aus Sicht der Schafe zu schildern! ;-)

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44 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Witzig, intelligent und spannend, 28. September 2005
Mit „Glennkill“ ist endlich mal wieder ein Krimi auf dem Markt, der zugleich witzig, intelligent und spannend ist – und, wie ich finde, um einiges besser als Felidae, der das Genre Tierkrimi populär gemacht hat. Der Stil ist leichter, flüssiger, genauer, einfach besser, die Figurenzeichnung genauer und differenzierter, bis in die skurrilsten Nebenfiguren hinein – immerhin werden etwa ein und ein halbes Dutzend Schafe zu wohlunterscheidbaren, individuellen Handlungsträgern und sind nicht etwa bloß plakativ mit einer Eigenschaft gekennzeichnete Typen.
Dazu kommen die Menschen, die von den Schafen sehr genau beobachtet werden, um den Mörder des Schäfers zu entlarven. Sie bleiben zu Beginn teilweise etwas flach, weil der Roman nun einmal weitgehend aus der Sicht der Schafe erzählt ist, ihre Beschreibung also immer etwas ‚schäfisches‘ an sich hat – aber das macht auch gar nichts, gibt es doch schon genug Romane über Menschen. Die Unterschiede zwischen Schafen und Menschen aber werden nicht einfach nur für oberflächliche Witzigkeiten verbraten, sondern immer wieder für die Beschreibung der einen wie der anderen Seite fruchtbar gemacht.
Übrigens sind die Schafe zwar auch, ja sogar sehr – aber durchaus nicht nur rührend-putzige Figürchen. Ihre Hauptbeziehung zu den Menschen besteht ja darin, daß sie von diesen – – geschlachtet und gegessen werden. (Und zuvor regelmäßig geschoren.) Die Schafe in ‚Glennkill‘ nun waren von ihrem Schäfer immerhin vor dem Schlachter geschützt (und lediglich geschoren) worden – wenn sie nun seinen Mörder suchen, tun sie das auch um sich zu schützen. Ihre häufige rührend-tapsige Unbeholfenheit kontrastiert also einem sehr ernsten Hintergrund. (Ernst für die Schafe und das Gewissen eines jeden Fleischessers.) Indem sie auf dieser Suche ihrer eigenen Fähigkeiten, ihres Mutes und, tja, ihrer Würde gewahr werden – und Leonie Swann weiß die einzelnen Schritte dieser Entwicklung sehr genau zu beschreiben, ohne die Sache mit der Würde zu übertreiben – werden sie von den sprichwörtlich dummen, folgsamen, heteronomen Schafen zu – Personen. „Glennkill“ ist also auch ein Entwicklungs- und Emanzipationsroman, eine politische Parabel geradezu. Sehr erfreulich und, vielleicht, auch nützlich!
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56 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Schafsinnig..., 8. Mai 2007
Diese Rezension stammt von: Glennkill: Ein Schafskrimi (Taschenbuch)
Dass ein Schaf wie das andere aussieht, glauben nur die olfaktorisch behinderten Menschen; der Schafskrimi "Glennkill" lehrt einen, dass Schafe durchaus ihren eigenen Charakter, ihren eigenen Schafskopf haben können. Jedenfalls verbreiten die Protagonisten dieses Krimis mit ihren Eigenheiten, die einem *irgendwie* bekannt vorkommen, viel Charme: Die schlaue Miss Maple etwa, der geheimnisumwitterte Othello oder der vielleicht garnicht sooo vertrottelte Leitbock Sir Ritchfield sind hinreißende Charakterschafe, die man bald ins Herz schließt.
Dabei stehen sie vor einer großen Aufgabe: Sie finden eines Morgens ihren Schäfer, George Glenn, tot auf, von einer Schaufel durchbohrt. Dass das auch der übelste Wolf nicht fertigbringt, ist der verwaisten Herde klar: Das muss ein Mensch gewesen sein. Da sie George gut leiden konnten, dürsten sie nach Gerechtigkeit, und zu deren Herstellung müssen sie den Täter finden... Während die Ruhe auf der Schafsweise in den folgenden Tagen ständig von sinistren Gestalten gestört wird, schicken die Schafe ihrerseits geschickt zusammengestellte Stoßtrupps ins Dorf, um die Menschen zu beobachten, und da entdecken sie einiges... Dass die Menschen nicht allzu schlau sind, wussten sie ja bereits, aber was sie nun dargeboten bekommen und scha(r)fsinnig interpretieren, ist die Höhe -- und saukomisch zu lesen.
Weniger geglückt ist Leonie Swann die eigentliche Krimihandlung; hier verheddert sie sich nicht nur einmal in ihren fein ausgedachten Sackgassen, manches ist auch ganz einfach zäh wie Sauerampfer, und gewisse Anflüge von Philosophie im Schafsgewand wirken wie Fremdkörper im Plot; fast argwöhnt man, hier solle Anspruch geschunden werden. Schade! Die Idee ist nämlich witzig, und die Durchführung ist zumindest stellenweise gelungen, nämlich immer dann, wenn die Menschheit mit Schafsaugen beobachtet und ihr absurdes Tun von Miss Maple und Co. kommentiert wird.

"Glennkill" reiht sich also ein in jene Literaturtradition, in der die zeitgenössische Menschheit "von außen" betrachtet wird, z.B. von Hans Paasches wunderbarem Lukanga Mukara (gibt's im Gutenberg-Projekt zum Reinlesen), Rosendorfers nicht minder hinreißendem chinesischen Mandarin Kao Tai oder Daniel Weiss' fideler Kakerlakenkolonie (weniger gelungenes wie z.B. einen gewissen Südseeinsulaner unterschlage ich).
Auch Leonie Swann gelingt diese amüsante Version des Verfremdungseffektes durchaus; es macht Spaß, sich scha(r)fsinnig analysiert zu sehen, mithin im Visier einer Spezies zu stehen, die *etwas* andere Prioritäten setzt. Und allein schon der schwarze Schafwidder im Beichtstuhl war die Lektüre wert: ein ganz besonderes Leckerli für Leute, die skurrile Szenen lieben.
Im Gegensatz zu den soeben genannten Werken verknüpft Swann ihre Außenperspektive mit einer Krimihandlung, und da liegt der Hütehund zumindest teilweise begraben: So witzig die scha(r)fsinnigen Beobachtungen und Schlussfolgerungen von Glenns verwaister Herde auch sind -- die Krimihandlung hat gewisse Längen, und vor allem im letzten Drittel (wo's doch eigentlich immer spannender werden sollte) trabt der Plot so gemächlich daher wie ein arthritischer Leithammel, bis er mit einer Bauchlandung in einem unerbittlich an der Mähne herbeigezogenen Schluss landet.

Damit ist mir auch klar, warum "Glennkill" so kontrovers rezensiert wird: Wer das Buch als vergnügliche "Außenansicht" auf die merkwürdigen Eigenheiten des Menschengeschlechts liest, der hat unbedingt seinen Spaß; jedenfalls kriegt man da einen ungewöhnlichen Hohlspiegel vor die Nase gehalten: Aha, so seltsam benimmt sich also die Krone der Schöpfung... Irgendwie hat man das zwar geahnt, aber amüsante Selbsterkenntnis nimmt man immer gern mit.
Gut gelungen sind Swann auch zahlreiche skurrile Szenen, die sich einfach aus den artspezifischen Weltsichten der Beteiligten ergeben: Sei es nun der Teufel, der den Pfarrer in allerlei Bocksgestalt zu verfolgen scheint; seien es Othellos Überlegungen, wer in "Gottes Haus" wohne; sei es Sir Ritchfields Versuch, seine Schäfchen zu zählen; sei es die Verwirrung, die sich daraus ergibt, dass ein gutmütiger alter Esel "Satan" heißt; seien es die schauspielerischen Einlagen der Herde in Sachen Scapies oder auch einfach nur ihre Betrachtungen darüber, dass eine Spezies mit unterentwickeltem Geruchssinn wohl nur eine sehr kleine Seele haben könne, wenn überhaupt.
Dass sich aus diesem bemerkenswerten Clash of cultures zwischen Mensch und Tier außerdem umwerfend schräge Szenen ergeben, kann man sich denken -- aber so witzig, wie man's hier zu lesen kriegt, hat man sichs doch nicht vorgestellt.
Wer hingegen den Fokus auf die Krimi-Komponente richtet, ist zu Recht weniger angetan: Die Handlung muss wie ein bekiffter dicker Widder allzu oft feste vom Zufall angestupst werden, um sich überhaupt von der Stelle zu bewegen. Und auch die Namensgebung ist zwar einerseits lustig -- die nachdrücklichen Anspielungen reichen u.a. von Miss Marple über das Schwarze Schaf Othello bis hin zu Charles Robert Maturins gothic novel "Melmoth the Wanderer", und dass der örtliche Metzger "Ham" gerufen wird, ist ebenso überdeutlich kennzeichnend wie die Tatsache, dass Glenn in Glennkill dran glauben muss. Aber nicht nur das Schaf Othello teilt mit seinem Namenspaten nichts außer dem Namen.
Des öfteren hatte ich den Endruck, hier werde mit intertextuellen Kanonen auf Spatzen geschossen, oder anders formuliert: Wer solche literarischen Kaliber auffährt, sollte die hohen Erwartungen durch etwas filigranere Anspielungen erfüllen... Das gelingt Swann nur teilweise, etwa mit der "Operation Polyphem". Andere betont literarische Einschübe hingegen ließen mich ein "Was solln das?!" fauchen. Ich glaub der Autorin doch auch so, dass sie belesen ist.

Und damit steh ich vor einem Problem: Wieviel Sternlein stehen im weiten Himmelsrund über George's place? Je nach Blickwinkel wären zwei Sterne nämlich genauso vertretbar wie deren vier. Also wieder mal das gute alte arithmetische Mittel, das hier keiner Seite richtig gerecht wird...
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5.0 von 5 Sternen Super lustig, spannend, sehr unterhaltsam
Bei "Glennkill" geht es um eine Herde Schafe, die den Mord an ihren Schäfer aufklärt.Ich habe das Buch inzwischen mehrfach gelesen. Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen Eine einzigartige Erfahrung - mehr aber auch nicht.
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