Produktinformation
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„Gould besaß […] nicht nur die Gabe, scheinbar aus dem Stand heraus mitreißend und tiefsinnig über die Geheimnisse von großer Musik zu plaudern. Er war sich selbst für so manche Gags nicht zu schade. Damit sind nicht seine parodistischen Auftritte etwa als langmähniger Hippie „Dr. Karlheinz Kloppweiser“ gemeint; 1975 schmiss sich Gould tatsächlich auch in einen schlabbrigen Sommeranzug, um ein herrlich komisches Folk-Ständchen hinzulegen. Mit solchen Archivaufnahmen des kanadischen Fernseh- und Radiosenders CBC ist die 10 DVD-Box randvoll gepackt. Fast einen ganzen 24-Stunden-Tag könnte man so nonstop vor der Kiste verbringen – und jede Minute dieser Lebenszeit ist wertvoll angelegt. Denn in Goulds filmischem Nachlass aus dem Zeitraum 1954 bis 1977 finden sich Raritäten zuhauf. Angefangen vom ersten Fernsehauftritt 1954 über sein erstes Dirigat (1957 mit Mahler!) bis zum Roadmovie „The Idea Of North“ von 1970. Im Mittelpunkt bleibt aber stets, ausführlich in Wort und Ton, der Musikvermittler Gould.“
(Rondo Online, 12.11.2011)
„Eine 10-DVD-Box entwirft ein konkurrenzlos aufschlussreiches Bild von der künstlerischen Lebensleistung Glenn Goulds. […] in dieser Vollständigkeit und Themenbreite entwerfen [die Filme] ein aufschlussreiches Bild von der künstlerischen Lebensleistung Goulds, der mit dem bekannten Schlagwort vom „kanadischen Exzentriker“ nur sehr unvollkommen beschrieben ist. […] Von Goulds erstem Fernsehauftritt mit dem Anfangssatz des C-Dur-Konzerts von Beethoven im Jahre 1954 – er war 22 Jahre alt – bis zu seiner letzten Wort-Musiksendung vom Dezember 1977, in der er sich unter dem Titel „Der Künstler al Kunsthandwerker“ geist- und fantasievoll wie immer mit der Entwicklung der „Music In Our Time“ befasste, entwickelt sich auf dem Mosaik, der zehn Zwei-Stunden-DVDs das Bild einer staunenswert reichen Persönlichkeit. […] Die Edition, die Sony in guter technischer Nachbearbeitung und preisgünstig anbietet, ist in jedem Fall eine lohnende Anschaffung. Die Aufmachung ist schlicht, aber solide, das knappe Beiheft enthält alle erforderlichen Informationen. […] Was die mitwirkenden Orchester und Dirigenten hier in den älteren Aufzeichnungen an strenger Zucht und Sachlichkeit vorführen, ist noch ganz und gar „alte Schule“. Goulds Soloauftritte zeigen dagegen in der entfesselt und weltverloren mitdirigierenden Gestik des Pianisten und in der pointenreichen Lockerheit des Entertainers noch nicht den leisesten Hauch von Patina.“
(Fono Forum, 12/2011)
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