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Gleis 4: Roman [Gebundene Ausgabe]

Franz Hohler
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. Juli 2013
Manchmal kommt alles ganz anders. Und das muss noch nicht einmal das Schlechteste sein.

Eigentlich will Isabelle nur für ein paar unbeschwerte Tage in den Urlaub nach Italien fliegen. Doch dann bricht der ältere Herr, der ihr am Bahnhof zum Flughafen freundlicherweise den Koffer zu den Gleisen hinaufträgt, plötzlich tot zusammen. Und damit gerät Isabelle in eine ebenso ungeheuerliche wie geheimnisvolle Geschichte, die ihr gewohntes Leben völlig durcheinanderrüttelt.

Eigentlich will Isabelle, die Abteilungsleiterin eines Altersheims, nur zum Flughafen, um einer Freundin in den Urlaub nach Stromboli nachzureisen. Doch dann geschieht etwas, das ihre Pläne und ihr Leben völlig aus den Fugen geraten lässt. Denn der höfliche ältere Herr, der ihr am Bahnhof zum Flughafen anbietet, ihren Koffer die Treppe zu den Gleisen hochzutragen, bricht, oben angekommen, plötzlich tot zusammen. Isabelle muss daraufhin ihren Abflug notgedrungen verschieben. Wieder zuhause in ihrer Wohnung angekommen, merkt sie allerdings, dass sie im Grunde gar nicht mehr verreisen möchte. Denn sie fühlt sich dem toten Mann verpflichtet, über den sie gerne mehr erfahren möchte. Überdies hat sie in ihrer Verwirrung am Bahnsteig versehentlich eine Mappe des Verstorbenen mitgenommen, in der sich das Handy des Toten befindet. Und während sie noch überlegt, ob sie das Telefon nicht schnellstens zur Polizei bringen sollte, fängt es plötzlich an zu klingeln … Nach seinem großen Erfolg Es klopft hat Franz Hohler mit Gleis 4 wieder einen höchst raffinierten Roman voller überraschender Kehren und Wendungen geschrieben – ein Lesevergnügen ersten Ranges.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (22. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630874207
  • ISBN-13: 978-3630874203
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 34.183 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren, er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Franz Hohler ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. erhielt er 2002 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und 2005 den Kunstpreis der Stadt Zürich. Sein Werk erscheint seit über vierzig Jahren im Luchterhand Verlag.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gutes Thema zu nüchtern behandelt 31. Oktober 2013
Von Carla TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Mann bricht am Bahnsteig zusammen uns stirbt. Die Fremde, die bei ihm ist, da der Mann ihr zuletzt noch den Koffer getragen hatte, fühlt sich verpflichtet, die Ermittlungen zu verfolgen und die Witwe des Verstorbenen zu betreuen. Sie kann den Vorfall nicht beiseiteschieben und fühlt sich auf ungewöhnliche Weise mit dem Mann und seinem Schicksal verbunden. Wie sich herausstellt, weiß auch die langjährige Ehefrau nichts über Kindheit und Jugendjahre ihres Mannes und die Frauen beginnen hier nachzuforschen. Auch die Tochter der Fremden wird in dieses Geschehen eingebunden. So entwickeln die drei Frauen eine beinahe kriminalistische Vorgehensweise und legen Schmerzliches bloß, einen Lebensweg, der von Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit geprägt war und die Lebensverhältnisse der Ärmsten in der Schweiz während der vergangenen Jahrzehnte sehr kritisch beleuchtet.

Die Thematik hat mich neugierig gemacht. Was würde da ans Tageslicht kommen, wenn eine Frau dem Leben eines Unbekannten nachspürt? Die Entdeckungen waren auch durchwegs interessant. Doch hat mich die Schreibweise, obwohl ich das Buch gerne gelesen habe, nicht wirklich packen können. Sehr nüchtern ist die Sprache, sehr geradlinig, wenig emotional. Der Text wurde durch zahlreiche Dialoge angereichert, was ich prinzipiell gut finde. Doch sind oft französische oder englische Versatzstücke enthalten, um das Interkulturelle der Gespräche aufzuzeigen. Damit aber der Leser die Texte auch versteht, sofern der die Sprache nicht beherrscht, wird das Gesprochene im Anschluss auch gleich noch einmal übersetzt. Diese Aneinanderreihung von Aussagen bremst den Lesefluss und hat mich persönlich irritiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein literarischer Geheimtipp 29. Juli 2013
Von Jouvancourt TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
*

Manchmal kommt alles anders, als man es sich vorgestellt hatte und aus den banalsten Situationen des Alltags entsteht ein fesselnder Roman voller Überraschungen. Kann es also ein Zufall sein, dass sich Isabelle von einem älteren Herrn helfen lässt,
ihren Koffer in den Zug zu tragen? Dieser verstirbt noch auf dem Bahnsteig, hat keine Papiere bei sich, aber Isabelle entdeckt zwei Handys bei ihm, mit zwei unterschiedlichen Namen: Marcel und Maurice.
Wer von beiden ist er nun und was sollte ihr sein letztes, gehauchtes Wort auf dem Bahnsteig sagen: " Bitte!" ?

Isabelle forscht weiter nach und entdeckt ein albtraumhaftes Leben. Gemeinsam mit ihrer Tochter und der Witwe des Verstorbenen zeichnet sie die deprimierende Lebensgeschichte des alten Herrn nach:
uneheliches Kind, abgeschoben als Knecht, Erziehungsheime und die spätere Flucht nach Kanada, wo sein zweites Leben anfängt. Weder seine Frau, noch seine Tochter Sarah wussten etwas von seinem ersten Leben.
Ein halbes Jahrhundert später decken die drei Frauen diese empörende Geschichte auf und stellen Verwandte und böse Brüder zur Rede. Familiengeheimnisse werden gelüftet, es kommt zu Drohungen
und Voodoo-Verwünschungen. Der Hauptprotagonist des Romans bleibt der Verstorbene bis zum überraschenden Ende des Romans.

Der bekannte Schweizer Autor Franz Hohler konstruiert auf raffinierte Weise und mit seiner gewohnt präzisen, fast pragmatischen Sprache, ein sozialkritisches Drama, das aus einer alltäglichen Situation heraus entsteht.
Familientragödien, Ausbeutung, kleinkariertes Bürgertum, Rassismus und ein interessanter Abschluss, das sind die prinzipiellen Elemente dieses Romans.

Man legt ihn mit einem amüsierten Lächeln wieder weg.
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1.0 von 5 Sternen Ganz hohle Geschichte 20. April 2014
Format:Kindle Edition
Ein Buch mit hochinteressantem Plot über Verding-Kinder; wer mal etwas mehr gehört oder gelesen hat über dieses linkische Kapitel der jüngeren schweizerischen Geschichte, der ahnt, wieviel Drama in diesem Kapitel steckt – einem Kapitel, bei dem unter Schweizern ebenso weitgehender Konsens herrscht wie bei allen anderen Völkern, was deren jeweilige dunkle Kapitel betrifft: nämlich fehlende Einsicht, keinerlei Schuldbewußtsein, kurz Ignoranz.

Den Autor Hohler kannte ich nicht; zweimal hatte der in letzter Zeit einen Auftritt im Deutschlandfunk, einmal im Interview, u.a. zum Tod von Urs Widmer, das andere Mal wurde „Gleis 4“ besprochen – nicht direkt als Empfehlung, aber doch so, wie Fachredakteure Literatur besprechen, nämlich auf eine Art, die Buch und Autor ernst nimmt. Da auch der Deutschlandfunk für mich ein ernstzunehmender Sender ist, nahm ich meinen Eindruck als Kaufempfehlung. Nachdem ich nun „Gleis 4“ gelesen habe, bin ich schlauer: das Buch ist keineswegs Literatur, nichtmal schlicht ein gutes Buch, und was den Deutschlandfunk betrifft…, man muss sich halt klar machen, dass sich heutzutage ein endloser Strom an Büchern zu dem aufstaut, was man so einfach mal einen Markt nennt, und der will bedient werden, eben auch von Radiosendern. Büchersendungen, egal wer sie macht, sind daher mit Vorsicht zu genießen und als Kriterium, Unbekanntes zu bewerten, z.B. in Hinblick auf einen Kauf, völlig ungeeignet. Diese Erfahrung habe ich nun schon zigmal machen müssen, und es ist nicht ganz einfach, hier aus seinen Erfahrungen zu lernen.

Was macht Hohler aus diesem hochinteressanten Verding-Plot? Eine Emil-und-die-Detektive-Geschichte. Inklusive Hokuspokus mit einer mit Nadeln bestückten Voodoo-Puppe.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Schweizer präzision
gut zu lesen, aber trotz der beschriebenen hohen Schweizer Berge für mich eine zu flache Story. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Paul Vorsatz veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht der beste Hohler
Eigentlich mag ich Hohlers nüchtern schlichte Erzählweise, die trotz vordergründiger Kargheit doch immer wichtige Inhalte aufgreift und in gewiss beabsichtigter... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Alex veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen gemischter Eindruck!
Den anderen Rezensionen kann ich durchwegs zustimmen: einerseits ein spannender "Hohler" andererseits etwas flach und fast schon banal. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Paul Fink veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gleis 4
Spannend bis zum Schluss. Auch gesellschaftskritisch, aber nicht kopflastig. Und man erfährt etwas über die Vergangenheit in der Schweiz und das Bedauern aus heutiger... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Behrendt veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Na-ja
habe schon viel von Franz Hohler gelesen. Diese Buch war eher enttäuschend. Auch das Thema "Pflege- / Verdingend" ist doch nun schon abgehandelt.
Vor 4 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein echter Hohler
Super geschrieben, tolle Charaktere, und sehr kurzweilig - ich habe das Buch in einer Sitzung verschlungen. Einfach absolut zu empfehlen!
Vor 4 Monaten von Sabine Ihringer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wer war Martin?
Franz Hohlers dritter Roman "Gleis 4" beginnt mit einer Situation, wie man sie aus seinen Erzählungen kennt. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von zueribueb veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen spannend und gesellschaftskritisch
Ein Thema, das zur Zeit aufgearbeitet wird, beleuchtet Franz Hohler in einer spannenden Geschichte. Einmal angefangen legt man das Buch kaum mehr zur Seite.
Vor 6 Monaten von Claudine Lüscher veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Heimatgefühl beim Lesen
Halt ein typischer Franz Hohler Roman. Die Figuren und die Umgebung sind vertraut und machen o das Lesen zu einem Vergnügen.
Vor 6 Monaten von Thea Lang veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen gute Idee, leider nur mittelmäßig umgesetzt
Die Zusammenhänge aus der neueren Schweizer Geschichte, dem Umgang mit Adoptivkindern, dem aktuellen Rassismus, der Suche nach Wurzeln etc. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von asistab veröffentlicht
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