Claudia Heinzelmann untersucht in ihrer Arbeit Peter Singers Forderung nach Menschenrechten für Große Menschenaffen. Um dieses sog. "Great-Ape-Project" kritisch beurteilen zu können, setzt sie sich ausführlich mit der Gleichheitsthematik auf der Folie der Gleichheitsdebatte in der feministischen Theorie auseinander. Sie spürt den geistesgeschichtlichen Wurzeln der kategorialen Trennung von Mensch und Tier nach und analysiert anschließend die tierrechtliche Argumentation von Peter Singer im Gesamtzusammenhang seiner präferenz-utilitaristischen Moraltheorie.
Insgesamt betrachtet enthält Heinzelmanns Analyse einige wertvolle kritische Gedanken, welche gerade die Tierrechtsbewegung ernst nehmen muss, so z. B. die Einsicht, dass auch eine "universale" oder "pathozentrische" Ethik letztlich auf einer anthropozentrischen Grundlage beruht. Mit ihren Schlussfolgerungen (dass "sowohl die Ausgangsargumentation als auch die Forderung nach "Menschenrechten" für die Mitglieder der sogenannten "Gemeinschaft der Gleichen" zurückzuweisen ist") und den sich daraus ergebenden Konsequenzen wird sich aber die Tierrechtsbewegung (hoffentlich) nicht zufrieden geben.