Nach der Lektüre vieler mehr oder weniger katastrophal endenden Lebensgeschichten endlich ein für Jedermann verständlich geschriebenes Sachbuch. Kompakter als in Frau Alters Buch ist nirgends das für Transidenten unentbehrliche Wissen zusammengeführt. In der gesamten Schreibweise wird die Identifikation der Autorin mit Transidendität deutlich. Insbesondere auch für Angehörige von Transidenten bzw. deren Umfeld wird die Problematik formal transparent, wenngleich ein endgültiges Verstehen bzw. Hineindenken für den Nichtbetroffenen kaum möglich ist, was aber in der Natur der Sache liegt. Eine wichtige Aussage im Buch ist die Tatsache, daß Transidendität weder ansteckend, noch anerziehbar ist, leider aber allzuoft mit Transvestismus u.ä. verwechselt wird. Für Transidenten selbst ist das Buch auch eine Anregung, sich selbst vielleicht einmal kritischer zu betrachten und damit auch Verständnis für das Unverständnis (der unbedarft lebenden Umgebung ) aufzubringen, denn wie soll ein Nichtbetroffener Verständnis für eine Sache aufbringen, die der Betroffene selbst kaum verstehen kann. Meine Empfehlung: Wenn Sie meinen, transidentisch veranlagt zu sein, dann ist dieses Buch das ideale Weihnachtsgeschenk für Ihre Umgebung!