1. engl. glee = dt. Fröhlichkeit, Freude
2. engl. glee = dt. mehrstimmiges Lied (auch Madrigal genannt)
Die neue US Serie spaltet, zumindest in England, die Zuschauer in 2 Lager: die einen hassen die Serie und die anderen lieben sie. Der Grund die Serie zu mögen ist beim Einzelnen ganz unterschiedlich. Manche mögen sie wegen der bissigen Trainerin Sue Silvester, die alles daran setzt den 'Glee Club' zu vernichten. Andere mögen die Serie wegen der Tatsache, dass endlich einmal die Aussenseiter der Schule im Mittelpunkt einer Serie stehen und das tun, was ihnen Spass macht und gute Laune verbreitet: Singen.
Der Glee Club ist eine moderne Form eines Highschool Chors, wiederbelebt durch Mr Schuster, den Spanisch Lehrer der Schule. In diesem Club studieren die Mitglieder wöchentlich eine andere Nummer ein und covern bekannte Lieder von 'Somebody to love' (Queen) über 'Don't rain on my parade' (Barbara Streisand in Funny Girl) bis hin zu 'Jump' (Van Halen) und 'Imagine' (John Lennon). Ziel des Clubs sind die Singmeisterschaften, wie man sie bereits aus den Klassikern 'Sister Act' und 'Sister Act 2' kennt, wo die Chöre aus verschiedenen Schulen gegeneinander antreten.
Die Mitglieder des Glee Clubs kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Schule; es gibt die Cheerleader, die Streber, den Coolen, den Mädchenschwarm usw. Alle verbindet die Leidenschaft zum Singen, kämpfen aber gemeinsam gegen die Mitglieder des Football Teams und der Cheerleader an, die den Glee Club als unsinnig und seine Mitglieder als gesellschaftliche Aussenseiter ansehen. So müssen sich die Mitglieder des Glee Clubs alle möglichen Schikanen gefallen lassen und wachsen dadurch aber nur noch mehr zusammen. Besonders die Cheerleader und der Football star im Club sind hin- und hergerissen zwischen dem Ansehen, das sie durch die Sportclubs geniessen, und dem Spass, den sie durch das Singen und tanzen erfahren. Läßt sich beides verbinden oder müssen sie sich entscheiden?
Ich persönlich war anfangs sehr skeptisch und hatte mir vorgenommen dem Hype standzuhalten. Irgendwann blieb ich dann aber doch beim durchzappen durch die Kanäle bei E4 und Glee hängen und war begeistert von den Songs und auch von der fiesen Sue. Im Großen und Ganzen ist die Serie, vorallem die Geschichte um den Glee Leiter Will Schuster, schon sehr schnulzig, aber Sue schafft es immer wieder den einzelnen Episoden den gewissen Biss zu geben.
Was mir an der Serie gefällt ist die Aussage, dass man sich nicht soviel darum kümmern soll, was andere von einem denken, sondern das tun soll, was einem gefällt. Ich habe mich sogar dabei ertappt beim Ansehen der Serie vereinzelte Lieder mitzusummen oder sogar mitzusingen... :-)
Alles in Allem ist die Serie eine völlig überzogene Mischung aus guter Laune Musik, Situationskomik, Highschool Drama und leichter Unterhaltung. Wie gesagt: die einen mögen es, die anderen nicht. Das ist wohl wirklich Geschmackssache.