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Glauben unter leerem Himmel: Ein Lebensbuch
 
 
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Glauben unter leerem Himmel: Ein Lebensbuch [Gebundene Ausgabe]

Heinz Zahrnt
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 261 Seiten
  • Verlag: Piper (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492042120
  • ISBN-13: 978-3492042123
  • Größe und/oder Gewicht: 22,5 x 14,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 542.894 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Heinz Zahrnt
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Aus der Amazon.de-Redaktion

In früheren Jahrhunderten fragten sich die Menschen, wie sie ein gottgefälliges Leben führen könnten und ob ihnen Gott -- alles in allem -- wohl gnädig sei. Die Zeiten der unbeschwerten Rede von Gott sind vorbei. Neuzeitliches Vernunftdenken, wissenschaftliche Erkenntnisse und abbröckelnde Traditionszusammenhänge haben den Menschen auf sich selbst zurückgeworfen. Gott ist nicht mehr einfach voraussetzungslos da. Er ist vielen Menschen unserer Zeit nicht erfahrbar, geschweige denn verstehbar. Für viele ist der Himmel sozusagen leer.

Heinz Zahrnt schreibt in einer gut verständlichen und einleuchtenden Weise von Gott, der nicht außerhalb sondern nur innerhalb der Welt gesucht werden kann, und vom Glauben unter leerem Himmel, wie er gegenwärtig noch möglich ist. Es ist ein Glaube, der Gott nicht in der Ferne des Himmels denkt, sondern in uns, zwischen uns, im Leben, Denken und Handeln der Menschheit. Ausgehend von einer an Erfahrung orientierten Rede von Gott, schreitet Zahrnt gängige Topoi einer systematischen Theologie ab und versteht sich dabei ganz bewusst als "Vermittlungstheologe". Es gelingt ihm, erfahrenen Glauben und Leben in einer verantworteten theologischen Rede zu verknüpfen.

Zahrnt favorisiert beispielsweise eine Theologie, die sich vornehmlich an den kirchlich Distanzierten orientiert, jenen Menschen, die die Kälte einer zu Formeln erstarrten Dogmatik zu spüren bekommen und deshalb mit Recht ihr Glück woanders suchen. Dabei möchte Zahrnt vor allem fundamentalistische Strömungen abweisen, die er zunehmend -- z.B. in gewissen pietistischen Kreisen -- die Kirche von innen her bedrohen sieht. Allerdings streite Zahrnt zu ungestüm gegen das beliebte Feinbild der orientierungslosen Erlebnis- und Wettbewerbsgesellschaft. Sein erklärtes Feinbild ist die Postmoderne, doch schreibt der 1915 geborene Theologe ein postmodernes Buch, nämlich ein Buch, das nicht festlegen, sondern offen halten will, das Dogmatismen "liquidieren", d.h. "verflüssigen" will. Zahrnt ist in seinem Alter noch zu einem Kind der Postmoderne geworden, weil er die Position der "Einheit in Verschiedenheit" tatkräftig verficht. In diesem Sinne hat Zahrnt ein "Lebensbuch" verfasst, das der Rede von Gott mit großer Ehrlichkeit Rechenschaft gibt: eine Theologie, die zur Sache und damit "zur Welt kommen muss". --Bettina Wittke

Kurzbeschreibung

In seinem Buch versucht der protestantische Theologe die Frage zu beantworten, die er sich immer wieder gestellt hat: "Was dient dem Leben?" Die Ausführungen Zahrnts decken das gesamte Spektrum der Theologie im 20. Jahrhundert ab. Zahrnt geht unter anderem auf die scheinbare Abwesenheit Gottes in der Welt ein, auf die Sehnsucht des heutigen Menschen nach einem festen Lebensgrund und thematisiert die Rolle des Christentums in der modernen Gesellschaft.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zahrnts Vermächtnis 6. Januar 2003
Format:Sondereinband
Heinz Zahrnt, jahrzehntelang Chefredakteur des Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt, beschreibt in diesem Buch sein theologisches Vermächtnis. Der Mensch steht stärker als Gott im Zentrum seiner Überlegungen. Weniger der persönliche Gott als das Erleben Gottes sollen unsere religiöse Ausrichtung bestimmen. In diesem Sinne sind auch seine Äußerungen zu verstehen, dass Theologie nur ein Hilfsmittel der Religion sei. Zahrnts Programm plakativ formuliert: Mehr Mystik und weniger Bibel.

Es ist ein sehr persönliches Buch, das den Leser entweder anspricht oder nicht. Trotz seiner sehr klaren Strukturierung - fast schon wie ein Lehrbuch - schweift Zahrnt häufig ab. Bonhoeffer, Augustinus, Willy Brandt, der ganze Wissens- und Zitatenschatz eines langen Lebens mischt sich und ergibt mehr ein Gedankengemälde als eine klare Orientierung. Zahrnts außergewöhnlich schöne, aber daher auch manchmal etwas blumige Sprache tun ein Übriges. Gegen Ende des Buchs wird es dann allerdings sehr konkret, dann nämlich wenn es um das vom Autor als notwendig erachtete gesellschaftliche Engagement des (protestantischen) Christen geht: Schuldenerlass für die Dritte Welt, Ächtung des Krieges, Vertrauen statt Kontrolle in der Politik... Sämtliche Schlagworte des links-orientierten politischen Protestantismus nach 1945 serviert Zahrnt in einer ausgesprochen platten Einseitigkeit und Kompaktheit. Unausgesprochen ist der Vorwurf „bist Du anderer Meinung, hast Du vom Christentum nichts begriffen". Gerade diese Kapitel empfand ich eher abstoßend als anregend, aber wir oben schon erwähnt: den einen spricht das Buch an, den anderen nicht.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch zum Nachdenken 23. Januar 2002
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
"Glauben unter leerem Himmel" ist ein theologisches Buch, aber eines, das man auch lesen kann, wenn man der Kirche nicht besonders nahe steht. Heinz Zahrnt führt den Leser in übersichtlichen, gut lesbaren Kapiteln durch die moderne Theologie und durch persönliche Reflexionen gleichermaßen. Er spart auch nicht mit politischen und kirchenkritischen Aussagen.
Alles in allem: empfehlenswert, auch eine schöne Geschenkidee.
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